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Korschenbroich: Im Holzkamp: Bauträger kauft Grundstück für 60 Häuser

Korschenbroich : Im Holzkamp: Bauträger kauft Grundstück für 60 Häuser

In der Regel ist der Politik die Weihnachtspause heilig: Doch in diesem Jahr machte sie eine Ausnahme, um Grundstücksverkäufe in Kleinenbroich zeitnah vorantreiben zu können. "Wir wollen keine kostbare Zeit verlieren", hatte Bürgermeister Heinz Josef Dick bereits die Eile vor der außerordentlichen Hauptausschuss-Sitzung begründet. Er wollte mit den angestrebten Grundstücksverkäufen nicht bis zur nächsten Ratssitzung im Februar warten. Statt des Stadtrates traf jetzt der Hauptausschuss die Dringlichkeitsbeschlüsse. Mehrheitlich und einstimmig sprach sich die Politik für die Grundstücksverkäufe im Holzkamp-Gelände und im Bereich Fichtenstraße/Ulmenweg aus.

Am Dienstagabend kam der Hauptausschuss zusammen. Während der öffentliche Sitzungsteil mit den Formalitäten gerade mal zwei Minuten in Anspruch nahm, erstreckten sich die Beratungen hinter verschlossenen Türen mit einer Folienpräsentation von Fachbereichsleiter Georg Onkelbach und Bürgermeister Heinz Josef Dick über eine knappe Stunde. Beide Baugebiete sollen zeitnah an die Investoren verkauft werden. Die gefassten Hauptausschussbeschlüsse bestätigte Amtsleiter Markus Drohen gestern auf Anfrage für die Verwaltung.

Von der für das Holzkamp-Gelände geplanten Klimaschutz-Siedlung musste sich der Stadtrat im September endgültig verabschieden. Der Grund: Die Stadt konnte keinen Bauträger für das Landesprojekt auf der 20 300 Quadratmeter großen Freifläche in Kleinenbroich begeistern. Jetzt kauft die Langen Massivhaus GmbH & Co. KG aus Mönchengladbach den Hauptteil des erschlossenen Grundstücks. Der Bauträger wollte dort zunächst 60 Reihenhaushälften errichten. Die Zahl wird sich allerdings geringfügig verändern, da die Stadt selber sieben Grundstücke vermarkten soll. Der Vorschlag kam für die Verwaltung überraschend. Er wurde von der Politik im Ausschuss platziert und auch mit Mehrheit beschlossen.

Der Grund: Kaufwilligen soll dort die Möglichkeit geboten werden, ihre individuellen Gestaltungswünsche beim Hausbau umsetzen zu können. Diese Grundstücke befinden sich am südlichen Zipfel des Baugebietes in Richtung Überseite.

Auf dem früheren Spielplatzgelände zwischen Fichtenstraße und Ulmenweg will die in Erkelenz beheimatete Firma Sommer sieben Passivhäuser errichten. "Die Häuser entsprechen den hohen energietechnischen Anforderungen an Bauten einer Klimaschutz-Siedlung", heißt es in der Beratungsvorlage, die der Redaktion vorliegt. Die zu verkaufende Fläche umfasst 2125 Quadratmeter. Für sie wurde bereits 2011 ein Bebauungsplan erstellt.

(NGZ)