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Im Dormagener TSV-Bayer-Sportcenter sind 958 Zuschauer vorgesehen

Handball : Dormagener Handballer planen im Sportcenter mit 958 Zuschauern

Seit in der vorigen Woche die neueste Corona-Schutzverordnung des Landes veröffentlicht wurde, ist klar, dass der Zweitligist aus Dormagen künftig mehr als 300 Zuschauer zu seinen Heimspielen einlassen darf.

Die in der vergangenen Woche veröffentlichte, neueste Fassung der Corona-Schutzverordnung macht’s möglich: Die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen können die am 2. Oktober mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Dessau-Rosslauer HV beginnende Saison mit mehr als den lange Zeit befürchteten maximal 300 Zuschauern planen. Nach Gesprächen mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss Ende vergangener Woche können 958 Sitzplätze pro Meisterschaftsspiel im TSV-Bayer-Sportcenter (Fassungsvermögen 3000 Zuschauer) angeboten werden.

Grundlage für diese Zahl ist eine sogenannte Insellösung. Diese sieht nach Paragraf 1, Absatz 2 der Corona-Schutzverordnung des Landes vor, dass jeweils Gruppen mit maximal zehn Personen zusammenkommen dürfen. Diese Gruppen mit entsprechenden Hygiene-Abständen auf den Sitzplan des Sportcenters verteilt, ergibt die Anzahl von maximal 958 Besuchern pro Spiel. „In diesem Rahmen bewegen wir uns. Insofern kann es vorkommen, dass der eine oder andere Zuschauer neben jemanden sitzen wird, den er oder sie nicht kennt“, sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „In solchen Fällen empfehlen wir das beiderseitige Maskentragen auch während des Spiels.“ Dabei setzt der Handball-Geschäftsführer des TSV auf das Verständnis und Engagement der Fans. „Wir alle lieben unseren Sport und wollen alles dafür tun, dass wir besten Zweitliga-Handball erleben können, gleichzeitig aber auch die Gesundheit im Vordergrund steht.“

Ein Plus des TSV-Bayer-Sportcenters ist, dass es über eine Zuluft von insgesamt 50.000 Kubikmetern pro Stunde verfügt. Im Tribünenbereich beträgt die Zu- und Abluft 1300 Kubikmeter pro Stunde und entweicht unmittelbar nach oben. Neben der maximalen Zuschauerzahl von 958 sieht das Hygienekonzept des TSV auch noch vor, dass künftig beim Besuch von Heimspielen nur der zugewiesene Sitzplatz benutzt werden darf, was entscheidend für eine etwaige Nachverfolgung ist. Deshalb gibt es personalisierte Tickets, die nur im Vorfeld online erstanden werden können. Ausnahmen sind in begründeten Fällen nur in Absprache mit dem Ordnungsdienst möglich.

Die Personalisierung im Sitzplan und die damit verbundene Nachverfolgung gibt es, damit nicht zwischen jedem einzelnen Platz in allen Richtungen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. „So könnten wir im Sportcenter nur knapp 350 Sitzplätze anbieten. Damit aber würde eine Öffnung für Zuschauer bei Heimspielen wirtschaftlich nicht tragbar sein“, betont Barthel.

Es wird aufgrund der Gesamtregelung auch notwendig sein, dass bei einigen Dauerkarteninhabern Sitzplatzwechsel vorgenommen werden müssen. Mit den Betroffenen nehmen die Handball-Verantwortlichen Kontakt auf. Als nächstes wird der TSV sein Hygienekonzept anpassen und dann auch ein weiteres Mal die Genehmigung des Gesundheitsamtes einholen.