Handball: Im Bruderduell lag der TVK leicht vorn

Handball : Im Bruderduell lag der TVK leicht vorn

Dem Sieger ging das Kompliment leicht über die Lippen: "Mein Bruder hat super gespielt", meinte David Breuer nach dem ersten Duell mit seinem 19 Monate und drei Tage jüngeren Bruder in einem Pflichtspiel, "wir haben leider kein Mittel gefunden, ihn auf legalem Wege zu stoppen."

In der Tat: Auch wenn Florian Korte mit elf Treffern bester Werfer auf Seiten der Hausherren war — die treibende Kraft hinter der Korschenbroicher Aufholjagd im zweiten Durchgang hieß Simon Breuer. "Er hat ein fantastisches Spiel gemacht", lobte sein Trainer Christian Voß den 28-Jährigen, den die Dormagener nur mit einer Fülle von Zeitstrafen — die meisten ihrer insgesamt 18 Strafminuten resultierten aus Abwehrversuchen gegen den Korschenbroicher Regisseur — bremsen konnten. Das wiederum ging seinem Dormagener Kollegen gegen den Strich: "Die Schiedsrichter hätten erkennen müssen, dass Simon Breuer oftmals gar nicht Richtung Tor gehen, sondern nur eine Zeitstrafe provozieren wollte", monierte Richard Ratka. Freilich: Die an Spielmacher aus dem ehemaligen Jugoslawien erinnernde Spielweise des Korschenbroicher Regisseurs, der immer wieder Eins-gegen-eins-Situationen sucht und oft mit gesenktem Kopf in die gegnerische Deckungsreihe hineingeht, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben in der Zweiten Liga.

Dass seine Abwehrspieler sich da nicht immer besonders geschickt verhielten, war auch Ratka nicht verborgen geblieben: "Das ist eben das Lehrgeld, das wir für die jungen Spieler zahlen müssen." Schließlich gingen fünf der neun Zeitstrafen auf das Konto von Dennis Szczesny, Daniel Mestrum (beide 18 Jahre alt), Michael Wittig und Alexander Kübler (beide 21).

In Ratkas Augen endete das Bruderduell Unentschieden; "Dave hat seine Sache sehr gut gemacht, denn er stand heute unter besonderem Druck." Der brachte den Zweikampf in seiner gewohnt trockenen Art auf den Punkt: "Das wichtigste ist: Wir haben gewonnen."

(NGZ)
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