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Handball: Ilper schließt Comeback vorerst aus

Handball : Ilper schließt Comeback vorerst aus

Als ob das jüngste Debakel in Minden nicht schon Ballast genug wäre, hat nun auch noch das Verletzungspech bei den Zweitliga-Handballern des TV Korschenbroich zugeschlagen. "Markus Breuer hat eine schwere Schulterprellung. Derzeit sieht es so aus, dass er uns ein paar Wochen fehlen wird", sagt TVK-Geschäftsführer und Arzt Peter Irmen. Doch nicht nur der schwäbische Linksaußen fällt aus, auch Rechtsaußen Mathias Deppisch wird am Samstag im Heimspiel gegen den TV Neuhausen (19.30 Uhr, Waldsporthalle) wegen seiner Knieprobleme noch nicht zum Einsatz kommen.

"Das sind natürlich Rückschläge, die wir erst einmal verdauen müssen", sagt TVK-Trainer Jörn Ilper. Trotzdem wollen die Korschenbroicher gegen die noch unbesiegten Gäste eine engagierte Leistung zeigen. "Ich erwarte von beiden Mannschaften einen Kampf mit offenem Visier. Auch von uns", sagt Ilper, der trotz der akuten Personalprobleme ein Comeback als Spieler ausschließt. "Ich glaube, das wäre kein gutes Signal, wenn ein 36 Jahre alter Spieler so schnell zurückkehrt."

Stattdessen will Ilper das vorhandene Potenzial im Kader voll ausschöpfen. Björn Marquardt könnte beispielsweise im Wechsel mit Marcel Görden die Linksaußenposition bekleiden: "Das hat er ja schon in Holland erfolgreich gemacht." Und mit Robin Doetsch steht ohnehin eine erstklassige Vertretung für den zuletzt gesetzten Mathias Deppisch zur Verfügung. "Die Zuschauer können ein schnelles, attraktives Spiel erwarten. So war es in den letzten Jahren immer, als die beiden Mannschaften aufeinandergetroffen sind", sagt Ilper. Gleich nach der hohen Niederlage in Minden machte sich Ilper an die Videoanlayse. "Neuhausen spielt einen modernen, intelligenten Handball meist mit einem offensiven Deckungsverband, den es erst einmal zu knacken gilt."

Die Gäste zählen bislang zu den Überraschungsteams der Saison. Klare Siege über SV Post Schwerin (34:26), Minden-Bezwinger HSG Nordhorn (30:23) und beim heimstarken VfL Bad Schwartau (33:30) ließen die Konkurrenz ebenso aufhorchen wie der 28:25-Pokalsieg über Bundesliga-Aufsteiger TV Hüttenberg. Erst gegen den SC DHfK Leipzig (28:28 nach 23:14-Führung) geriet der Motor ins Stocken.

Maßgeblich Anteil an dem starken Auftakt hat ein alter Bekannter. Österreichs Nationaltorhüter Thomas Bauer kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück und freut sich: "Unter Trainer Khalid Khan habe ich hier sportlich und persönlich bisher den größten Schritt vorwärts gemacht." Trotzdem wird es keine Gastgeschenke geben: "Ich weiß, dass mir die Leute nicht böse sind, wenn ich versuche beide Punkte aus der Waldsporthölle mit nach Neuhausen zu nehmen."

(NGZ)