Jüchen : Ideen für Adenauerplatz gesucht

Der Heimatverein Hochneukirch hat einen neuen Initiativkreis für den Adenauerplatz gegründet. Sein Ziel: Ideen für die zukünftige Gestaltung zu sammeln und das Dorfentwicklungskonzept unterstützen.

"Konrad Adenauer wäre entsetzt, wenn er den Zustand ,seines' Platzes in Hochneukirch heute sehen würde." Davon ist Gerd Bandamer, Vorsitzender des Heimatvereins Hochneukirch und CDU-Ratsmitglied, überzeugt. Deshalb will der Heimatverein aktiv werden: "Wir haben jetzt den Initiativkreis Adenauerplatz gegründet", sagt dessen Vorsitzender Willi Wackerzapp. Was dieser will: Ideen sammeln, damit der Platz im Herzen von Hochneukirch wieder attraktiver wird. Was er nicht will: einen zweiten Marktplatz wie in Jüchen: "Man sollte nicht die Fehler wie beim Marktplatz wiederholen. Die Pläne von externen Beratern mögen zwar gut sein, aber sie passen nicht zu den Wünschen der Menschen vor Ort", meint der Chef des Heimatvereins.

Anders als der Marktplatz

Der Adenauerplatz soll bereits seit Jahren neu gestaltet werden – zunächst war ein Werkstattverfahren geplant, dass wegen Geldmangels immer wieder verschoben wurde und eigentlich in diesem Herbst starten sollte. Jetzt hat die Gemeindeverwaltung sich erfolgreich um Aufnahme in das NRW-Förderprogramm für den ländlichen Raum bemüht. Nun soll der gesamte Ortsteil in einem "Dorfentwicklungskonzept" überplant werden.

Einen weiteren Vorteil – neben der teilweisen Finanzierung durch Landesmittel – hatte Bürgermeister Harald Zillikens bereits genannt: "Wir wollen mit möglichst vielen Hochneukirchern ins Gespräch kommen – mit Anwohnern, Vereinsvertretern und Einzelhändlern." Denn auch der wegbrechende Handel in Hochneukirch – mit Leerständen von 25 Prozent – ist ein Problem. "Wir sollten auch eine Lösung für den Bereich Hochstraße bis zur Kreuzung finden", so Bandamer. Denn der fehlende Handel würde auch dazu beitragen, dass der Adenauerplatz als wenig attraktiv empfunden werde.

Ein Platz mit drei Funktionen

Wie der Adenauerplatz aussehen könnte – darüber wollen die Schützen mit allen Beteiligten sprechen, etwa bei einem großen Treffen, oder ihre Wünsche per Fragebogen in Erfahrung bringen. "Wichtig ist uns, dass der Platz seine drei Funktionen, die er zurzeit erfüllt, auch weiterhin behält: als Stellfläche für Autos, für den wöchentlichen Frischemarkt und als Fest-Platz für die Kirmes", sind sich Bandamer und Wackerzapp einig.

Warum sich der Heimatverein jetzt, vor dem offiziellen Start eines Dorfentwicklungskonzeptes, einbringt: "Wir verstehen uns als Sprachrohr der Hochneukircher", sagt Gerd Bandamer. Zudem habe man lange für den Dorfplatz gekämpft, auf dem jetzt das Kirmeszelt stehe.

(NGZ)