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Korschenbroich: "Ich fühle mich als Pescher"

Korschenbroich : "Ich fühle mich als Pescher"

Andreas Lambertz (28) spielt seit zehn Jahren für Fortuna Düsseldorf. Sein Zuhause hat der von den Fans liebevoll "Lumpi" genannte Fußballer seit einigen Jahren in Pesch. Viel Freizeit hat er momentan nicht.

Seine Heimat sieht Andreas Lambertz (28) zurzeit nur selten. Zu Hause ist der Kapitän von Fortuna Düsseldorf in Pesch. Doch momentan muss er schwitzen, was das Zeug hält: Lambertz, von den Fans liebevoll "Lumpi" genannt, bereitet sich auf seine erste Bundesliga-Saison vor. Neben dem Training in Düsseldorf und seiner Familie in Pesch bleibt für privates Vergnügen oft nur wenig Zeit. Dennoch versucht der Fußballprofi, "alles unter einen Hut zu bekommen".

In Pesch fühlt sich Lumpi pudelwohl. Dabei war die Wahl des Wohnorts zunächst ein Kompromiss: 21 Jahre lang wohnte Andreas Lambertz in Grevenbroich-Elsen — besuchte das Pascal Gymnasium und das Berufsbildungszentrum in der Nachbarstadt. Dann zog es ihn nach Korschenbroich. "Meine Frau Steffi kommt aus Duisburg. Also suchten wir in etwa die Mitte und zogen nach Pesch", sagt Lumpi. Dort wohnen die beiden mit ihren beiden Kindern Collin (5) und Caitlin (1). "Ich fühle mich schon als Pescher. Meine Familie und viele Freunde wohnen aber noch in Grevenbroich. Deshalb fühle ich mich mit dieser Stadt auch sehr verbunden. Düsseldorf ist eher meine dritte Heimat", erklärt er.

Wenn der Fußballer nicht mit der Fortuna auf dem Platz steht, versucht er viel Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. "Mit Frau, Kindern und einem Hund ist immer Leben in der Bude", sagt Lambertz.

Ohne den Erfolg der Fortuna ginge Lumpi wohl heute jeden Tag ins Büro. "Während der Spielzeit in der Oberliga habe ich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht. Doch Fußballspieler war immer mein Traum, und es hat geklappt", sagt der Mannschaftskapitän der Fortuna. Ob er als Nicht-Profifußballer eine Dauerkarte eines Erstligisten besitzen würde, kann Lambertz nicht sagen. "Ob ich ein Fan in der Kurve wäre, weiß ich nicht. Sympathien für einen Verein aus dem Umkreis hätte ich aber bestimmt", sagt Lambertz.

Die Bundesliga war für Lumpi schon immer ein Traum. Mit sechs Jahren spielte er bei der SG Orken/Noithausen im Verein, danach ging es zum TSV Bayer Dormagen. Nach Stationen beim TSV Norf, Borussia Mönchengladbach und VfR Neuss wechselte er 2002 in das Nachwuchsteam von Fortuna Düsseldorf. Eine Saison später ging es für ihn in die erste Mannschaft der Fortuna. "Der Aufstieg in die Bundesliga war sicherlich ein besonderer Moment und zudem eine große Erleichterung", sagt Lambertz.

Jetzt blickt der Korschenbroicher gespannt auf die Spiele in der Bundesliga. "Ich bin leider erst einmal zwei Spiele gesperrt. Doch dann freue ich mich, endlich wieder auf dem Platz stehen zu dürfen", sagt Lumpi. Die Kraft für die Spiele tankt er zu Hause in Pesch.

(NGZ/ac)