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Dem Noro-Virus endgegen: Hygiene schützt vor Schmier-Infektion

Dem Noro-Virus endgegen : Hygiene schützt vor Schmier-Infektion

Das Noro-Virus ist ein ansteckender Magen-Darm-Erreger. Typisch für das Virus sind neben Übelkeit und Bauchschmerzen plötzliches, schwallartiges Erbrechen sowie akute Durchfälle. "Die Beschwerden erstrecken sich in der Regel über zwei bis drei Tage", erklärt Dr. Maria Eisenhuth, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. In der Regel ergänzen Fieberschübe das Krankheitsbild.

Für Eisenhuth gehören die Virus-Fälle in Korschenbroich zur "leichteren Kategorie", dennoch warnt sie davor, das Noro-Virus zu unterschätzen. Damit es durch den hohen Flüssigkeitsverlust — speziell bei älteren Menschen — nicht noch zu weiteren Problemen kommt, sollten Angehörige und Pflegepersonal gezielt darauf achten, dass die Erkrankten viel trinken.

Und wie kann man sich vor dem hochinfektiösen Virus schützen? "Die Ansteckung erfolgt durch die klassische Schmutz-Schmier-Infektion, da hilft nur konsequente Hygiene", erklärt Dr. Maria Eisenhuth. Praktisch heißt das: Immer die Hände zu waschen, Gummihandschuhe bei der Reinigung und dem Einsatz von Desinfektionsmittel für Toiletten und Waschbecken zu verwenden.

Die Erkrankung ist meldepflichtig. Die Zahl der diagnostizierten Fälle wird beim Kreisgesundheitsamt registriert. Vorsicht ist — laut Dr. Maria Eisenhuth — auch dann geboten, wenn sich der Patient lange auf dem Weg der Besserung befindet: "In der Regel ist er mindestens 48 Stunden ansteckend, er kann aber auch sieben bis 14 Tage Virus-Überträger sein."

(RP)