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Korschenbroich: Hundekot: Stadt hofft auf Einsicht der Halter

Korschenbroich : Hundekot: Stadt hofft auf Einsicht der Halter

Werner Ortmann ist sauer. "Seit Jahren ist die Josef-Thory-Straße in Kleinenbroich immer wieder stark durch Hundekot verunreinigt. Ständig wird das Bürgerforum darauf angesprochen", erzählt Ortmann, der Gründungsmitglied sowohl des Kleinenbroicher Heimatvereins als auch des Bürgerforums ist.

Beim "Dreck-Weg-Tag" im März riss Ortmann endgültig der Geduldsfaden.

"Wofür existiert die Verordnung?"

"Es war uns beinahe unmöglich, den Unrat von den beiden Grünstreifen zu entfernen, weil diese so stark verkotet waren", sagt der 77-Jährige. Ortmann schrieb einen Brief an die Stadt Korschenbroich, forderte in ihm unter anderem eine stärkere Kontrolle der Hundebesitzer wie auch das Aufstellen von Hundekot-Verbotsschildern und Spendern mit Müllbeuteln. "Wofür haben wir denn eine entsprechende Verordnung?", fragt er.

Doch geschehen wird nichts, denn weiterhin setzt Korschenbroich auf das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter. Auf eine erste ablehnende Stellungnahme der Stadt antwortete Ortmann abermals mit einem Schreiben. Seine Vorschläge diesmal: Schulen, Kindergärten und Sportvereine sollten verpflichtet werden, ihre Anlagen regelmäßig zu säubern, Sponsoren sollten für die Hundekotbeutel gesucht, Hunde-Auslaufflächen ausgewiesen und zumindest Schwerpunktkontrollen vorgenommen werden.

"Nicht nur in der Stadt Korschenbroich existiert dieses Problem", sagt der Erste Beigeordnete der Stadt, Bernd Dieter Schultze. "Wir müssten überall jemanden stehen haben, der kontrolliert — das ist nicht möglich. Wenn ein Hundebesitzer ertappt wird, wird aber natürlich ein Bußgeld ausgesprochen." Auch von Verbotsschildern hält Schultze nichts. "Schon jetzt stehen sehr viele im Verkehrsbereich. Nicht alle werden beachtet."

Schon 2008 habe der Bauausschuss darüber beraten, Spender mit Beuteln aufzustellen. "Auch aus finanziellen Gründen haben wir uns dagegen entschieden. Selbst wenn man Sponsoren fände, die Kosten für die Entsorgung müsste die Stadt tragen." Ein Blick auf andere Städte zeige: Viele Hundebesitzer würden die Tüten nicht verwenden. "Wir hoffen daher weiter auf die Einsicht der Hundehalter", betont Schultze.

(NGZ/rl)