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Gemeinsame Ehrung: Hubertus als Glaubensbote

Gemeinsame Ehrung : Hubertus als Glaubensbote

Zum zwölften Mal ehrten die Katholische Gemeinde St. Jakobus, der Bürgerschützen- und Heimatverein Jüchen und der Hegering der Jüchener Jäger gemeinsam in Haus Katz den Heiligen Hubertus.

Am Samstag Abend empfing das Jagdhornbläsercorps Rheydt, geleitet von Wilfried Bender, mit dem Signal "Begrüßung" etwa 200 Mitglieder der Gemeinde St. Jakobus, des Bürgerschützen- und Heimatvereins und des Hegerings 3 (Jüchen) der Kreisjägerschaft Neuss im Innenhof von Haus Katz.

Leben als Einsiedler

Hans-Hubert Krall, der Präsident der Schützen, lud alle Anwesenden ein zur gemeinsamen Gottesdienstfeier zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger und Schützen. Dechant Ulrich Clancett führte den Gläubigen Hubertus als Beispiel vor Augen. Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt, nach der ihm auf der Jagd ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien. Dies bewirkte die Bekehrung des Jägers. Hubertus war nach der Überlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse. Aus Schmerz über den Tod seiner Frau bei der Geburt des ersten Sohnes zog er sich von allen Ämtern zurück, lebte sieben Jahre als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd.

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In dieser Zeit festigte sich sein Glaube. Er ließ sich zum Priester weihen, wirkte als Glaubensbote in Brabant und in den Ardennen und gilt deshalb als der "Apostel der Ardennen".

Feier unter freiem Himmel

Um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht, 716 verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich. Er galt als umsichtig und milde, bei einer Hungersnot rettete er Tausende Menschen vor dem Tod.

Die gemeinsame Messfeier in Haus Katz geht auf den Vorschlag von Manfred Wirtz zurück. Wirtz, der Hegeringleiter von Jüchen und gleichzeitig General des Bürgerschützen- und Heimatvereins ist, hatte die Idee zur gemeinsamen Feier an seinem 50. Geburtstag. "Ich stieß damit auf offene Ohren bei unserem Präsidenten und bei dem jungen Kaplan Clancett. Der Präsident heißt ja selbst Hubert, und Dechant Clancett war schon immer neuen Ideen gegenüber sehr aufgeschlossen", meinte Wirtz gegenüber der NGZ.

Inzwischen schätzen die Jüchener und viele Gläubigen aus der Umgebung diesen Festgottesdienst als lieb gewonnene Tradition. Wirtz erklärt dies abschließend so: "Wir wollen, dass es eine schlichte Feier unter freiem Himmel hier im Innenhof bleibt. Und auch der anschließende zünftige Umtrunk, mit dessen Erlös wir die Kirchengemeinde unterstützen, passt dazu."

(NGZ)