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Hockey: HTC verlässt erst einmal die Abstiegsplätze

Hockey : HTC verlässt erst einmal die Abstiegsplätze

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Mit drei Unentschieden in Folge hat der HTC Schwarz-Weiß Neuss erst einmal die Abstiegsplätze der Herrenhockey-Bundesliga verlassen.

Allerdings haben die hinter den Neussern (11 Punkte) platzierten Klubs Blau-Weiss Berlin (10) und Club an der Alster (9) ein Spiel weniger bestritten als der Aufsteiger. Der nach dem zweiten Doppelspieltag der Rückrunde vier Zähler Rückstand auf den vor ihm platzierten Düsseldorfer HC aufweist – und genau der kommt am 14. April (16 Uhr) zum Lokalduell an die Jahnstraße.

"Für uns ist jedes Spiel nun ein Endspiel. Da ist es mir egal, wer gegen uns auf dem Platz steht", meinte HTC-Trainer Andreas Bauch nach den beiden Unentschieden des Wochenendes, von denen er vor allem das gestrige 3:3 (Halbzeit 1:1) beim Tabellensechsten Mannheimer HC als Punktgewinn ansah – schließlich hatten seine Schützlinge nach einer Dreiviertelstunde Spielzeit doch bereits mit 1:3 im Hintertreffen gelegen.

In Mannheim Rückstand aufgeholt

"Wir haben heute das Spiel gemacht und überlegen geführt. Da darfst du so ein Spiel nicht noch abgeben", haderte MHC-Trainer Thorsten Althoff mit der Schlussphase der Partie, in der Mathis Steindor (63.) und Abbas Haider (65.) noch der Gleichstand aus Sicht der Gäste gelang. Timm Haase hatten die Hausherren nach 13 Minuten in Führung gebracht, Philipp Weide gelang kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel übernahm Mannheim die Initiative, tat sich aber schwer gegen die Neusser Defensive: "Wir haben heute diszipliniert und kämpferisch verteidigt", lobte Bauch seine Hintermannschaft, die trotzdem die Treffer von Matthias Witthaus (41.) und Fabian Pehlke (45.) hinnehmen musste.

"Zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Spiel in der Hand", meinte Althoff. Doch der Anschlusstreffer von Mathis Steindor brachte die Partie zum Kippen: "Ich hatte das Gefühl, dass die Mannheimer trotz der Führung etwas ängstlich waren. Deshalb haben wir nie aufgegeben und weiter gekämpft", freute sich Bauch über die Einstellung seiner Schützlinge, die letztlich mit dem Ausgleichstreffer durch Abbas Haider belohnt wurde.

In Frankfurt lange geführt

Einen ganz anderen Spielverlauf sahen tags zuvor 500 Zuschauer beim Duell der beiden Aufsteiger. Denn zur Pause führten die Neusser beim SC Frankfurt 1880 durch Treffer von Robin Joseph (15. ) und Lukas Teepe (25.) mit 2:0. Doch die heimstarken Hausherren wendeten im zweiten Durchgang das Blatt. "Wir haben da das Hockeyspielen komplett eingestellt", erklärte Bauch den Leistungsabfall, der den Frankfurtern die Treffer von Dominik Heller (40.) und Pascal Collot (54.) und damit das 2:2-Unentschieden ermöglichte, das Trainer Erik Koppenhöfer freilich als "gefühlte Niederlage" ansah.

(NGZ)