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Hockey: HTC SW verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Hockey : HTC SW verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Besser hätte der Samstag für den Hockey-Bundesligisten nicht laufen können: Neuss schlug Klipper mit 3:0 und die Konkurrenz ließ Punkte.

Dieser Nachmittag war wie gemalt für die Hockey-Mädels des HTC SW Neuss. Während sie bei endlich mal annehmbaren Temperaturen den Tabellennachbarn Klipper THC mit 3:0 (Halbzeit 0:0) bezwangen, lieferten die Rivalen im Abstiegskampf der Bundesliga Ergebnisse nach Wunsch ab: Die Kellerkinder Harvestehude und Lichterfelde knöpften sich beim 1:1 im direkten Duell gegenseitig wertvolle Punkte ab, der TSV Mannheim kam daheim gegen München mit 0:5 unter die Räder.

Dass sich der erste wirklich schöne Tag im Frühsommer so prächtig gestaltete, lag indes vor allem an den Neusserinnen selber. Denn obwohl fast die halbe Mannschaft angeschlagen ins Spiel gegangen war, lieferten sie eine starke Leistung ab. "Neuss hat mehr dafür getan, hier drei Punkte zu holen", sagte Klipper-Coach Peter Krüger. Einziges Manko: Besonders im überlegen geführten ersten Abschnitt zeigten sich die Gastgeberinnen vor dem gegnerischen Tor nicht entschlossen genug. Und das ärgerte Trainer Simon Starck kolossal: "Bis zum Tor machen die Mädels alles richtig, doch dann belohnen sie sich nicht für den immensen Aufwand." Gut für Schwarz-Weiß, dass die Hamburgerinnen diese Schwäche nicht zu bestrafen wussten. Gut auch, dass in der 39. Minute Luisa Steindors eigentlich gar nicht als direkter Torschuss gedachte Strafecke zentral zum 1:0 im gegnerischen Kasten landete. Da sah Torfrau Courtney Seiders alles andere als glücklich aus. Durchaus das Produkt höchster Ballfertigkeit war der Treffer zum 2:0 in der 48. Minute: Nach sehenswerter Einzelleistung hatte Verena Würz im Schusskreis noch die Ruhe, um den Ball platziert ins Eck zu schmettern. Erst danach entwickelten auch die Gäste Torgefahr, doch eine sehr aufmerksame Verteidigung (keine der insgesamt sieben Hamburger Strafecken führte zum Erfolg) im Verbund mit der starken Neela Holthausen auf der Torlinie verhinderten die Wende. Auch eine fünfminütige Unterzahl (Gelbe Karte für Katrin Bremer) überstand der HTC unbeschadet. Ein echtes Sahnestück war das 3:0 nach gut einer Stunde: Die furios aufspielende Malou Holthausen sicherte sich in der eigenen Hälfte den Ball, setzte dann klug Nationalspielerin Luisa Steindor ein und deren Steilpass verwertete Theresa Laubenstein im Duell mit Seiders eiskalt zur Vorentscheidung.

Der Sieg war für Starck gleich in dreifacher Hinsicht wertvoll: "Erst mal gibt er uns natürlich Luft im Abstiegskampf, dann lässt er uns in der Tabelle zu Klipper aufschließen und schließlich tut er unserer Moral gut. Denn nach dem sehr deprimierenden Wochenende zum Auftakt der Rückrunde, als wir in Rüsselsheim und München trotz guter Leistung insgesamt acht Treffer kassiert haben, waren die Mädels schon ziemlich geknickt. Darum war es auch ganz wichtig, dass wir heute zu null gespielt haben."

(NGZ)