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HTC SW Neuss: Bundesliga-Hallensaison im Hockey steht auf der Kippe

Hockey : Bundesliga-Hallensaison steht auf der Kippe

Verband schiebt die Entscheidung, ob tatsächlich gespielt werden kann, auf die zweite November-Hälfte auf.

Die Entscheidung, trotz der Corona-Problematik im Winter eine Hallen-Saison anzubieten, hatte dem Deutschen Hockey-Bund und den in der Bundesliga tätigen Klubs ohnehin Bauchschmerzen bereitet, aktuell sieht es nun so aus, als blieben die Schläger für dieses Jahr im Spind. Unter der Woche informierte der DHB die Vereine der 1. und 2. Liga, dass zwar ein Spielbetrieb nach wie vor geplant sei, das weitere Vorgehen jedoch „extrem von den Entwicklungen der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen des Bundes und der Länder abhängig“ sei. Sinn mache die Liga nur, wenn die Teilnehmer im Dezember trainieren und spielen könnten. Deshalb müsse man abwarten, was die Bundesregierung in ihrer Sitzung am 16. November beschließen werde.

Trotz der Erfolge bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften zählt Hockey nicht als Profisport, „weil unsere Spieler, so die Position der Stadt, nicht vom Hockey leben“, hat Stephan Busse, Teammanager des HTC SW Neuss, erfahren. „Und darum haben wir gar nicht erst versucht, eine Sondergenehmigung für den Spiel- und Trainingsbetrieb zu bekommen.“ Im Gegensatz zum Westdeutschen Hockeyverband, der die Lage erst  Ende Dezember neu bewerten will und den Spielbetrieb deshalb für dieses Jahr ausgesetzt hat, scheint Bundesliga-Hallenhockey 2020 grundsätzlich noch möglich. „Aber mir fehlt irgendwie die Vorstellungskraft“, räumt Busse ein: „Die Wahrscheinlichkeit beträgt maximal 20 Prozent.“ Denkbar sei eine Kurzsaison in Turnierform, „so wie das die Basketballer gemacht haben.“ Die Aussicht, die Duelle mit dem Düsseldorfer HC, RW Köln oder dem Crefelder HTC in einer leeren Stadionhalle austragen zu müssen, gefällt ihm freilich gar nicht: „Bundesliga ohne Zuschauer, das wäre extrem ätzend – und gerade für uns ein Riesennachteil. Wir brauchen eine volle Halle.“

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Seine Bemühungen, das Team personell aufzuhübschen, hat Busse jedenfalls eingestellt. Jacek Kurowski wäre wohl zurückgekommen und hätte einen Kollegen aus der polnischen Nationalmannschaft mitgebracht. „Dazu hatte ich Kontakt zu weiteren interessanten Leuten, die uns sicher verstärkt hätten.“ Vielleicht gehe ja im Januar noch was. „Aber auch daran glaube ich nicht.“