Hockey : HTC SW Neuss bleibt ungeschlagen

Dem 4:0-Sieg (Halbzeit 1:0) am Samstag über das Schlusslicht Harvestehuder THC fügten die Hockey-Damen des HTC SW Neuss gestern zum Abschluss der Abstiegsrunde ein 3:3-Unentschieden (2:1) gegen den TuS Lichterfelde an und verhalfen damit dem Düsseldorfer HC (7:1 gegen Harvestehude) zum Klassenverbleib.

Gegen Lichterfelde — vor dem Spiel in Neuss punktgleich mit Düsseldorf — geriet Schwarz-Weiß nach dem Treffer von Stefanie Gorr (8.) zunächst in Rückstand. Noch vor dem Seitenwechsel drehten Caro Keil und Nationalspielerin Lina Geyer per Strafecke den Spieß um. Johanna Wüterich packte kurz nach der Pause sogar noch den dritten Neusser Treffer drauf. Geschlagen waren die Berlinerinnen allerdings noch nicht. Kerstin Holm im Doppelpack (48./56.) glich zum 3:3 aus. Weil gleichzeitig jedoch der DHC gegen Harvestehude auf Torejagd ging, war alle Mühe der Gäste letztlich vergebens.HTC-Coach Simon Starck bilanzierte zufrieden: "Zum Glück ist es uns gelungen, den Schalter im Kopf noch mal umzulegen."

Wesentlich ruhiger war es am Samstag im für die Tabelle bedeutungslosen Match gegen Harvestehude zugegangen. Die bereits vor dem Anpfiff abgestiegenen Gäste, die gleich sechs Jugendspielerinnen im Kader hatten, wussten den HTC nur selten zu fordern. Bewegung ins müde Spiel, in dem die ansonsten fürs Verteidigen zuständige Malou Holthausen die Neusserinnen nach Strafecken mit 2:0 in Front geschossen hatte, brachte im zweiten Abschnitt erst eine von Schiedsrichterin Christina Warsitz gegen Hamburgs einzige Torfrau Roxana Pörschke (Stockfoul) verhängte Zeitstrafe. Im ungleichen Duell mit der nur mit einem grünen Leibchen ausgestatteten Feldspielerin Johanna Voigt traf Sophie Steindor vom Siebenmeterpunkt zwar zum 3:0, doch die folgende zehnminütige Überzahl brachte keinen weiteren Treffer. Erst als Roxana Pörschke ihren Platz zwischen den Pfosten wieder eingenommen hatte, stellte Theresa Laubenstein mit ihrem zwölften Saisontor den 4:0-Endstand her.

Den recht uninspirierten Auftritt nahm Starck seinem Team nicht krumm, wenngleich er verhalten kritisierte: "Das hatten wir uns eigentlich etwas anders vorgestellt."

(NGZ)