1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Hockey: HTC reist mit Sorgen im Gepäck gen Süden

Hockey : HTC reist mit Sorgen im Gepäck gen Süden

Das anhaltende Winterwetter bereitet dem Neusser Hockeytrainer Simon Starck vor dem Doppelspieltag das geringste Kopfzerbrechen.

Nein, sagt Simon Starck, "so richtig in der Saison angekommen sind wir noch nicht". Und das, obwohl für die von ihm trainierten Hockeyspielerinnen des HTC Schwarz-Weiß Neuss morgen und am Sonntag bereits die Partien drei und vier nach der Winterpause der Feldhockey-Bundesliga auf dem Programm stehen.

Doch dass dieser Winter nur auf dem Papier zu Ende ist, setzt (nicht nur) den Schützlingen des ehemaligen Bundesligaspielers zu: "Mit Feldhockey verbindet man im Allgemeinen Sonne und angenehme Temperaturen", sagt der 35-Jährige.

Zwar habe seine Mannschaft in der Osterpause schon etwas besser trainieren können als vor den beiden Auftaktspielen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. "Der Platz konnte gewässert werden, so dass die Bälle wieder wie gewohnt aufsprangen", so Starck. In den Spielen gegen den Club an der Alster (1:3) und gegen Harvestehude (1:0) war das nicht der Fall, so dass die Partien eher einem Fehlpassfestival glichen, "weil der Kunstrasen zu trocken war."

Allerdings sind die Wetterkapriolen und deren Folgen inzwischen das Geringste, das dem Neusser Trainer Kopfzerbrechen bereitet. Vielmehr wird sein ohnehin nicht allzu üppig besetzter Kader vor den Partien beim Tabellenvierten Rüsselsheimer RK (Samstag, 15 Uhr) und tags darauf (12 Uhr) beim Münchner SC (7.) von argen Personalproblemen heimgesucht.

Das ärgste droht, wenn die bis ins Bein ausstrahlenden Rückenbeschwerden bei Javiera Villagra bismorgen anhalten und die chilenische Nationalspielerin ausfallen sollte. Denn die 30-Jährige bildet zusammen mit Luisa Steindor — die wieder in die A-Nationalmannschaft berufene, 23 Jahre alte Mittelfeldspielerin trifft am Sonntag auf ihre in München studierende und Hockey spielende ältere Schwester Sophie — den Dreh- und Angelpunkt im Neusser Spiel.

Verzichten muss Starck auf jeden Fall auf Eva Nacken, die das Wochenende nutzen möchte, um sich auf die anstehenden Abiturklausuren vorzubereiten. Das gleiche gilt für Verena Würz, die deshalb nach der Partie in Rüsselsheim wieder nach Hause fährt.

Fällt dann auch noch Katharina Kreiner weiterhin aus, die nach ihrer langwierigen Bänderverletzung in dieser Woche die ersten Trainingsversuche unternahm, "dann haben wir große Lücken in unserer ohnehin nicht personell üppig ausgestatteten Verteidigung," sagt Starck, der sich noch nicht genau im Klaren ist, wie er die schließen soll.

Deshalb fällt es dem HTC-Trainer auch schwer, eine genaue Zielprognose für das Wochenende abzugeben: "Vor ein paar Tagen hätte ich gesagt, dass mir der eine Punkt, den wir in der Hinrunde gegen die gleichen Gegner geholt haben, zu wenig wäre — aber jetzt kann ich die Situation schlecht einschätzen", gibt Starck zu.

Freilich sagt er auch mit Blick auf die wegen des Sparkurses im PKW zurückgelegten Reisen: "Wir möchten eigentlich nicht 1300 Kilometer weit fahren und dann keinen Punkt mitbringen."

(NGZ/EW)