Lokalsport: HTC muss dieses Spiel schnell abhaken

Lokalsport: HTC muss dieses Spiel schnell abhaken

Im Derby der Hallenhockey-Bundesliga West unterliegt der HTC SW Neuss dem Düsseldorfer HC daheim vor mehr als 500 Zuschauern schmerzlich deutlich mit 5:12. Der Aufsteiger verwandelt dabei keine seiner insgesamt fünf Strafecken.

"Noch mal", betonte Matthias Gräber nach der deutlichen 5:12- Niederlage (Halbzeit 2:4) im Derby der Hallenhockey-Bundesliga West gegen den Düsseldorfer HC: "Wir spielen gegen den Abstieg, der DHC will in die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft." Und darum riet der Trainer des HTC SW Neuss seinen Schützlingen dringend. "Wir sollten dieses Spiel ganz schnell abhaken. Wenn wir das können ..."

Besser wäre das, denn bereits am Donnerstag (20.30 Uhr) steht beim nach vier Partien ebenfalls noch punktlosen Kahlenberger HTC das erste von voraussichtlich zwei Endspielen um dem Klassenverbleib auf dem Programm. Bis dahin muss Gräber versuchen, irgendwie in die Köpfe seiner Schützlinge zu kommen, denn der Aufsteiger ist ganz gewiss in der Lage, hochwertigere Leistungen abzuliefern als gestern gegen Düsseldorf und am Samstag in Krefeld. Der Vortrag vor mehr als 500 Zuschauern in heimischer Stadionhalle an der Jahnstraße war derartig fehlerhaft, dass selbst der Coach hinterher rätselte, woran es letztlich genau gelegen hatte. Einige Dinge waren natürlich offensichtlich: Wer zum Beispiel keine seiner fünf Strafecken im Tor unterbringt (in Krefeld führte auch nur einer von fünf Versuchen zum Erfolg), vorne die Bälle leichtfertig verliert und dann sein Abwehrzentrum entblößt, kann gegen ein so homogenes und gut aufeinander abgestimmtes Team wie den DHC nicht wirklich bestehen.

Trotzdem wäre das (kleine) Debakel zu vermeiden gewesen Bis zur Halbzeitpause standen die Neusser nämlich gut: Sebastian Draguhn gelang nach Daniele Ciolis Führungstreffer in der fünften Minute der 1:1-Ausgleich (7.), Philipp Weide verkürzte nach Gegentoren von Felix Meyer (9.) und Dominic Giskes, dessen Hereingabe Tomasz Górny unglücklich über die Linie drückte (16.), auf 2:3 (17.). Sebastian Draguhn hätte sogar ausgleichen können. Der Treffer fiel durch Max Silanoglu (29.) aber auf der anderen Seite. Nach Wiederbeginn erhöhten Giskes (36.) und Moritz Rünzi per Strafecke zunächst auf 6:2 (38.). Und obwohl die Neusser auch noch Silanoglus Tor zum 3:7 (41.) schlucken mussten, schien die Wende immer noch möglich. Ivo Otto traf zum 3:6 (40.), Sebastian Draguhn zum 4:7 (45.). Als aber kurz darauf auch die dritte Neusser Ecke keinen Erfolg brachte und Giskes im Gegenzug das 8:4 (46.) für Düsseldorf glückte, war das so etwas wie die Schlüsselszene der Partie. Denn kurz darauf baute erneut Giskes den Vorsprung der Gäste mit dem 9:4 (48.) auf fünf Treffer aus.

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Auf der anderen Seite kratzte Clemens Oldhafer den Ball im Anschluss an die vierte Ecke des HTC (Otto/49.) mit dem Schläger von der Linie. Die Entscheidung war da allerdings längst gefallen. Giskes verwandelte für Düsseldorf einen von Marcin Pobuta - der gestern für Jonas Radeke in den Kasten gerückte Routinier hielt noch, was zu halten war -, verursachten Siebenmeter zum 10:4 (51.), Silanoglu legte das 11:4 (52.) nach. Wenigstens eine Standardsituation wusste der HTC zu nutzen: Ivo Otto traf per Siebenmeter zum 5:11 (57.). Den Schlusspunkt setzte Rünzi mit dem Treffer zum 12:5 (58.).

Diese Niederlage, so weh sie auch tut, wäre freilich vergessen, wenn am Donnerstag in Kahlenberg ein Sieg gelänge. Die Qualität dazu haben die Neusser eigentlich.

(NGZ)