Hockey : HTC-Herren verteidigen Cup

Während die stark ersatzgeschwächten Damen des HTC Schwarz-Weiß Neuss das eigene Hockeyturnier um den "Bonfiglioli-Cup" sieglos beendeten, zeigten sich die Herren für die am Samstag startende Bundesliga gerüstet

Sebastian Draguhn lächelte still vergnügt vor sich hin: "Klar darf man diese Ergebnisse nicht überbewerten", meinte der Torjäger des HTC Schwarz-Weiß Neuss nach den drei Siegen und einer Niederlage, mit denen der Hockey-Bundesligist gestern Nachmittag das eigene Turnier um den "Bonfiglioli-Cup" als Sieger beendete, "aber ich denke, wir können mit Selbstvertrauen in die Hallensaison gehen."

Die beginnt für die schwarz-weißen Herren am Samstag (16 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger Kahlenberger HTC und bringt tags darauf (13. November, 15 Uhr) als ersten Gast den Crefelder HTC in die Stadionhalle.

Die Seidenstädter fertigten die Neusser am Samstagmittag zum Turnierauftakt mit 14:2 ab. "Da waren die wohl noch nicht richtig wach", meinte HTC-Betreuer Carlos Navarette. Das sollte sich freilich während der zwei Turniertage nicht ändern: Am Ende belegte der CHTC sieglos und mit einem Torverhältnis von 18:41 den letzten Platz.

Im zweiten Samstagspiel kassierten die Gastgeber eine 4:7-Niederlage gegen RW Köln. "Die war vermeidbar, da haben wir uns ein bisschen dämlich angestellt", meinte der Neusser Defensivkünstler Gregor Steins. Wegen leichter Fußbeschwerden verzichtete Trainer Andreas Bauch da auf Sebastian Draguhn, und weil der angeschlagene Patrick Lunau-Miercke das gesamte Turnier nicht mitmachte, taten sich die Schwarz-Weißen etwas schwer mit dem Toreschießen.

Gestern sah das anders aus: Dem 6:2 gegen den Mannheimer HC ließen sie ein 11:8 über Uhlenhorst Mülheim folgen und sicherten sich so aufgrund des besseren Torverhältnisses (35:19) Platz eins und die Siegprämie in Höhe von 1000 Euro vor den Mannheimern (25:14) und Kölnern (26:23).

"Das sah schon ganz ordentlich aus", freute sich HTC-Manager Horst Busse über die Ergebnisse, dachte aber gleich einen Schritt weiter: "Jetzt müssen wir sehen, dass die Jungs schön auf dem Teppich bleiben. Gelingt uns das, können wir eine gute Rolle in der Halle spielen."

Vollkommen konträr stellte sich hingegen die Gemütslage bei den schwarz-weißen Damen dar: Auf dem Feld noch das positive Überraschungsteam, beendeten die Neusserinnen den ersten Ausflug aus Hallenparkett sieglos und mit nur acht erzielten Treffern in vier Partien: Hatten sie sich am Samstag beim 3:4 gegen die "Filiale" von RW Köln (in Trainer Markus Lonnes, Caroline Keil und Julia Laubenstein stehen gleich drei Ex-Neusser in Kölner Diensten) und dem 3:5 gegen den Düsseldorfer HC noch achtbar, setzte es gestern ein 0:4 gegen den späteren Turniersieger Rüsselsheimer RK und ein 2:5 gegen den zuvor gleichfalls sieglosen TSV Mannheim.

Allerdings stand Trainer Simon Starck auch nur eine verstärkte Jugendauswahl zur Verfügung, So fehlten die Nationalspielerinnen Luisa Steindor und Lena Andersch (Lehrgang) sowie Kathrin Bremer, die mit der U21-Auswahl in Indien weilt. Der verbliebene Rest wirkte phasenweise überfordert.

(NGZ)