Hockey : HTC greift beherzt an

Auf dem Weg ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft dürfen sich die Hockey-Damen von SW Neuss morgen beim HC Essen (16 Uhr) und am Sonntag (14 Uhr) daheim gegen den ETuF Essen keinen Ausrutscher erlauben. Trainer Dariusz Musialowski hat sechs Punkte als Ziel ausgegeben.

Die Hälfte der Punktspielrunde in der Halle ist rum, und die Bundesliga-Damen des HTC SW Neuss befinden sich als Tabellenzweite genau da, wo sie auch am Ende der regulären Saison stehen wollen: auf einem Platz, der zur Teilnahme am Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft berechtigt.

In den Fernduellen mit Spitzenreiter RW Köln (12 Punkte) und dem Verfolger Düsseldorfer HC (6) auf dem am Ende recht bedeutungslosen dritten Rang darf sich Schwarz-Weiß (9) am Wochenende jedoch keine Schwachheiten erlauben. Natürlich ist das auch Trainer Dariusz Musialowski bewusst. Seine Forderung für die Partien gegen den HC Essen 99 und den ETuF Essen ist darum klar: "Unser Ziel sind sechs Punkte." Morgen (14 Uhr, Sporthalle Kupferdreh) geht es zunächst zum HC Essen. Das Hinspiel gewannen die Neusserinnen am ersten Spieltag locker mit 8:3, doch Musialowski ist trotzdem auf der Hut. "Das ist eine junge Mannschaft, die uns an einem schlechten Tag Probleme bereiten kann."

Die vom lange auch in Neuss tätigen Carsten Fischbach trainierten Gastgeberinnen stehen mit dem Rücken zur Wand, haben als Vorletzte nur drei Punkte mehr auf ihrem Konto als der noch sieglose Neuling HC Velbert. Bedeutend stärker einzuschätzen ist jedoch der Essener Turn- und Fechtklub (ETuF). Das Team um Dinah Grote (mit 19 Treffern die beste Torjägerin im Westen) kämpft am Sonntag (14 Uhr) in der Stadionhalle bei einem Rückstand von sechs Punkten auf Neuss um seine letzte Chance auf einen Platz in den Play-offs. Trotz des 8:5-Erfolges in Essen warnt Musialowski deshalb: "Die können jedem Gegner gefährlich werden." Das könne in der Halle ruckzuck gehen: "Wenn du einmal nicht aufpasst, hast du dir schnell drei Gegentore eingefangen, und dann wird es ganz schwer."

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Favorit ist Schwarz-Weiß in beiden Partien, eine Konstellation, die Musialowski recht gelassen akzeptiert, weiß er doch um die Stärke seiner Mannschaft, die in Theresa Laubenstein (8) die zweitbeste Stürmerin in ihren Reihen hat (ihre Teamkolleginnen Lina Geyer und Luisa Steindor haben bislang jeweils sechs Mal getroffen): "Abgesehen vom Spiel gegen RW Köln, wo wir einfach keinen guten Tag erwischt hatten, sind wir bisher relativ konstant aufgetreten." Und darum hat der DM-Halbfinalist von 2009 auch das Rennen um Rang eins im Westen (würde dem HTC im Viertelfinale Heimrecht bescheren) längst noch nicht aufgegeben.

"RW Köln ist für mich der Favorit in der Gruppe", sagt der Neusser Coach, doch übermächtig sei der von Markus Lonnes (steht als hauptamtlicher Jugendkoordinator auch in Diensten des HTC SW) trainierte Kontrahent keineswegs.

(NGZ)