Hockey : HTC-Damen vermeiden Fehlstart

Dank eines 2:0-Sieges gestern Nachmittag beim Rüsselsheimer RK haben die Hockeyspielerinnen des HTC SW Neuss einen Fehlstart in ihre zweite Bundesliga-Saison vermieden. Zum Auftakt am Samstag waren sie bei ihrer 3:6-Niederlage vom Münchner SC klassisch ausgekontert worden

Theresa Laubenstein sorgte für die Erlösung. Zwei Minuten vor Schluss traf die 25 Jahre alte Stürmerin gestern Nachmittag zum 2:0-Endstand zugunsten des HTC Schwarz-Weiß Neuss, der damit am Auftaktwochenende der Hockey-Bundesliga dem Rüsselsheimer RK die zweite Heimniederlage binnen 24 Stunden beibrachte. Die Neusserinnen hingegen können nach dem ersten Doppelspieltag ihrer zweiten Saison im Oberhaus erst einmal durchatmen: "Das war kein optimaler Start, aber ein guter", bilanzierte Trainer Simon Starck die beiden Partien, die vom spielerischen Verlauf her längst nicht so unterschiedlich waren wie es die Endergebnisse vermuten lassen.

Denn sowohl beim Münchner SC als auch in Rüsselsheim waren die Gäste spielbestimmend. Doch während sie gestern dank eines Eckentores von Katrin Bremer nach 17 Minuten und eben jenes Treffers von Laubenstein in der Schlussphase verdient mit 2:0 die Oberhand behielten, hatte die Sache zum Auftakt ganz anders ausgesehen.

"In München sind wir klassisch ausgekontert worden", meinte Starck nach der 3:6-Niederlage in der bayerischen Metropole. Zur Pause hatten seine Schützlinge nach dem Führungstreffer durch Katharina Kreier (9.) und zwei Eckentoren von Katrin Bremer (20, 29.) mit 3:2 gefürt. Und hätten das sogar noch deutlicher tun können, denn die Gegentore fielen "ausgesprochen unglücklich", fand Starck: Johanna Frankenheim (13.) und Myriam Fessenmayer (17.) trafen jeweils im Nachschuss von bereits abgewehrten Strafecken.

Nachdem Frankenheim nach 49 Minuten der Ausgleich für den MSC gelang, "haben wir den Druck nach vorne erhöht und sind dann klassisch ausgekontert worden", sagte Starck. Fessenmayer (60.) und zwei Mal Sarah Heller (61. und 68.) sorgten so noch für den Sieg der Münchnerinnen, die sich gestern dann mit 3:2 gegen den Düsseldorfer HC durchsetzten. Der hatte am Vortag beim Rüsselsheimer RK mit 2:1 gewonnen. Das Spiel schauten sich die Schwarz-Weißen gestern Morgen auf Video an und zogen daraus ihre Lehren für ihre eigene Partie: "Das war ein Spiel auf ein Tor", fasste Starck die 70 Minuten zusammen, bemängelte dabei allerdings die zu fahrlässige Chancenverwertung seiner Spielerinnen: Aus zehn Ecken – die Gastgeberinnen bekamen nur eine zugesprochen – fabrizierte nur Katrin Bremer ein Tor.

Vize-Europameisterin Lena Andersch vergab nach 55 Minuten noch einen Siebenmeter – nur gut, dass Theresa Laubenstein zwei Minuten vor Schluss zur Stelle war. Deshalb sprach auch RRK-Trainer Benedikt Schmidt-Busse hinterher von einem "klassischen 2:0-Sieg für Neuss, der absolut verdient war."

(NGZ)