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Hockey: HTC-Damen überraschen zum Auftakt mit Remis

Hockey : HTC-Damen überraschen zum Auftakt mit Remis

Vor dem Match wurde es erst mal emotional: Zum Abschied von Betreuerin Marion Hahn, "die in all den Jahren", so Kapitänin Luisa Steindor, "wirklich unsere Mutter war", gab es für sie von jeder Spielerin des Hockey-Bundesligisten HTC SW Neuss eine rote Rose. Eine Aktion, die die Mannschaft offenbar beflügelte, holte sie sich am Samstag mit dem 3:3 (Halbzeit 1:1) gegen den Rüsselsheimer RK doch einen nicht unbedingt erwarteten Punkt.

Mit etwas Glück und Abgeklärtheit wäre für die Gastgeberinnen sogar mehr drin gewesen, immerhin lagen sie in der zweiten Hälfte gleich zweimal vorne. Zunächst jedoch geriet Schwarz-Weiß in Rückstand. Marilena Krauß verwandelte in der 24. Minute per argentinischer Rückstand. Im Gegenzug aber gelang der chilenischen Nationalspielerin Javiera Villagra mit einem trockenen Schuss ins lange Eck der Ausgleich. Bis zum Seitenwechsel vergaben für Neuss Theresa Laubenstein und Noelle Kauf, die auf der rechten Außenbahn einen sehr beachtlichen Einstand gab, weitere Einschussmöglichkeiten. Die größte Chance ließen indes die Gäste aus, als die wiederum vorzügliche HTC-Torfrau Neela Holthausen die Kugel nach einem strammen Schuss von Anne Schröder an den Pfosten lenken konnte (34.).

Dass die personell sicherlich besser aufgestellten Rüsselsheimerinnen in den zweiten 35 Minuten ins Schwimmen gerieten, passte Trainer Benedikt Schmidt-Busse gar nicht: "Vor allem in der Defensive haben wir viel zu viel zugelassen. Das war teilweise richtig schwach." Die Neusserinnen spielten nun mutig nach vorne und gingen in Überzahl — Zeitstrafe für Viktoria Krüger (Grüne Karte) — durch einen Treffer von Katharina Kreiner nicht unverdient in Führung (42.). Auch der von Marilena Krauß hergestellte Ausgleich (52.) brachte den HTC nicht aus dem Tritt. Nur eine Minute später staubte Abwehrspielerin Eva Nacken nach einer eigentlich missglückten Eckenvariante zum 3:2 ab. Dass Hannah Pehle zehn Minuten vor dem Ende zum 3:3 traf, schmeckte dem Neusser Trainer Simon Starck keineswegs, allzu betrübt war er allerdings nicht. "Wie wichtig so ein Punkt sein kann, hat man im letzten Jahr gesehen, als uns das 1:1 beim UHC Hamburg letztlich gerettet hat."

Ein Sonderlob verteilte er an die erfahrene Charlotte Steins, die, obwohl sie erst am Freitag von einem zweimonatigen Kanada-Trip zurückgekehrt war, durchspielte.

(NGZ/ac)