Hockey : HTC beweist Nervenstärke

Gegen kompakte Essenerinnen taten sich die Hockey-Damen des HTC SW Neuss zwar sehr schwer, gewannen aber trotzdem mit 3:1. Nach dem Heimsieg rangiert das Team von Trainer Simon Starck auf Platz drei der Bundesliga.

Erst mit einer Energieleistung nach dem Seitenwechsel haben die Damen des HTC Schwarz-Weiss Neuss in der Hockey-Bundesliga einen 3:1-Heimsieg (Halbzeit 0:1) gegen ETUF Essen eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Simon Starck, bisher das Überraschungsteam der Saison, schob sich damit im letzten Heimspiel vor der Hallensaison auf den dritten Tabellenplatz vor.

Die Gäste aus Essen, die nun den vorletzten Rang belegen, waren am Samstag an der Jahnstraße zwar nicht die aktivere, aber über weite Strecken die gefährlichere Mannschaft. An der glänzend aufgelegten Neusser Torfrau Carolin Bunge bissen sich die Topspielerinnen Dinah Grote und Janine Beermann aber die Zähne aus.

Insgesamt fünf Strafecken, zwei davon mehr als fragwürdig, konnten die Gäste — im Schnitt rund vier Jahre älter als die HTC-Damen — nicht im Kasten unterbringen, vergaben teilweise kläglich. Nach 28 Minuten ging Essen dennoch nicht unverdient in Führung, als Eva Janson Bunge schließlich doch überwinden konnte.

Bis zur vielleicht spielentscheidenden Szene in der 53. Minute hätte ETUF durch weitere Konterchancen von Grote sogar höher in Führung gehen müssen. Dann kassierten nach einer Rudelbildung gleich drei Essenerinnen grüne Karten, Neuss kam in Überzahl prompt zu einer Strafecke, die Malou Holthausen zum Ausgleich nutzte. Nachdem Grote bei einer weiteren Strafecke scheiterte (58.), erhöhte der HTC den Druck spürbar. Zunächst rauschte Katja Plauk noch knapp an einer Hereingabe vorbei (60.), zwei Minuten später fand sie Theresa Laubenstein erneut in Überzahl zum Führungstreffer. Mit ihrem zweiten Treffer sorgte Laubenstein Sekunden vor Schluss dann für die Entscheidung.

"Das war ein verdienter Sieg, wobei wir es unnötig spannend gemacht haben. Das Tor zum 1:1 hat uns aber Sicherheit gegeben", fand Trainer Simon Starck. Dessen Spielerinnen zeigten eindeutig, was ein Spitzenteam ausmacht — die Chancenauswertung. Einmal in Fahrt gekommen, dauerte es keine fünf Minuten, ehe Schwarz-Weiss das Spiel gedreht hatte. Genauso gut hätte die Begegnung aber auch verloren gehen können, wären die Gäste nur halb so effizient mit ihren Möglichkeiten umgesprungen.

(NGZ/jul)