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Holzheimer SG nach Heimsieg gegen 1. FC Viersen

Fußball-Landesliga : HSG lässt sich auch von Viersen nicht stoppen

Die Holzheimer Landesliga-Kicker bestätigten gegen den einstigen Titelanwärter ihre gute Form. Teutonia Kleinenbroich fuhr in Solingen den zweiten Sieg in Folge ein.

Während Kapellen ein spielfreies Wochenende genoss, fuhren die beiden anderen heimischen Vertreter in der Fußball-Landesliga Siege ein. Die Holzheimer SG setzte daheim ihren Aufwärtstrend gegen den lange als Titelkandidat gehandelten 1. FC Viersen fort und die bereits als Absteiger feststehenden Kleinenbroicher gewannen in Solingen das zweite Spiel in Folge.

Holzheimer SG – 1. FC Viersen 3:1 (1:0). Die Holzheimer kommen derzeit gar nicht aus dem Feiern heraus. Nachdem sie in der vergangenen Woche mit dem Sieg in Wülfrath endgültig den Klassenverbleib klargemacht hatten, setzten sie vor heimischen Publikum noch das Sahnehäubchen auf die positive Entwicklung der laufenden Saison. „Für uns war es enorm wichtig, dass die Spieler sehen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Dieses Gefühl wurde durch das Ergebnis gegen Viersen bestätigt“, meinte HSG-Coach Hamid Derakhshan. Netter Nebeneffekt des Resultats war, dass es die Holzheimer geschafft haben, in der laufenden Saison gegen keinen Gegner zweimal zu verlieren. In den drei noch ausstehenden Spielen war Holzheim in der Hinrunde auch ohne Niederlage davongekommen. Dass die Gastgeber gegen Viersen als Sieger vom Platz gehen würden, danach sah es allerdings zunächst gar nicht aus. Denn die Mannschaft von Trainer Kemal Kuc startete deutlich besser in die Partie und erarbeitete sich in der ersten 20 Minuten ein deutliches Chancenplus. Die beste Möglichkeit vereitelte HSG-Keeper Nico Bayer überragend, eine weitere endete am Pfosten. „Da hatten wir schon ein bisschen Glück“, gestand Hamid Derakhshan, der dann aber beobachtete, dass seine Mannschaft nach zwanzig Minuten besser ins Spiel kam. Lohn war in der 33. Minute die 1:0-Führung durch ein Kopfballtor von Yannick Joosten nach einer Ecke von Fynn Reiß. Nach dem Seitenwechsel war es dann zunächst wieder Viersen, das den Ton angab und sich dieses Mal auch belohnte. In der 52. Minute war es Vensan Klicic, der einen schön vorgetragenen Angriff mit dem Ausgleich veredelte. Für die Gastgeber kam eine Trinkpause gelegen, weil Derakhshan mit seinen Spielern Details einer taktischen Änderung besprechen konnte. In die Karte spielte ihnen dann, dass der Schiedsrichter einen Freistoß vor dem Viersener Strafraums pfiff, den Tom Nilgen wenig überraschend zum 2:1 ins Tor zirkelte (73.). Nachdem dann erneut Nico Bayer mit einer starken Aktion den Ausgleich verhindert hatte, war es Yannick Joosten, der in der Nachspielzeit mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung sorgte.

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VfB Solingen – Teutonia Kleinenbroich 0:1 (0:0). So richtig freuen konnte sich Kleinenbroichs Co-Trainer Björn Linevondeberg über den zweiten Sieg in Folge gar nicht, denn kurz vor Ende der Partie war Hangpyo Lee bei einem Kopfballduell derart mit einem gegnerischen Spieler zusammengerasselt, dass beide zu Boden gingen und behandelt werden musste. Lee erlitt eine Platzwunde über dem Auge, der herbeigerufenen Krankenwagen nahm beide Spieler mit ins Krankenhaus. Lee war es auch gewesen, der Kleinenbroich in der 56. Minute mit seinem vierten Saisontor das letztlich entscheidende 1:0 beschert hatte. „Ein nicht unverdienter Sieg, auch wenn wir in der einen oder anderen Szene das nötig Quäntchen Glück hatten. Zudem hat unser Torwart Sebastian Schmitz mal wieder überragend gehalten“, meinte Linevondeberg. Kurz vor dem Spiel hatten sich Marius Brunsbach und Nelson Nwachukwu abgemeldet, doch auch davon ließen die in dieser Saison leidgeprüften Teutonen nicht schocken. Linevondeberg: „Das war eine starke Mannschaftsleistung, wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“