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Holzheimer SG nach dem Sieg gegen Teutonia Kleinenbroich

Fußball-Landesliga : HSG mit Mühe gegen Kleinenbroich

Gegen das Schlusslicht der Fußball-Landesliga setzten sich die Holzheimer wie erwartet durch. Doch der 3:0-Heimerfolg war ein ziemlich hartes Stück Arbeit.

Auch wenn vor dem Kreisderby in der Fußball-Landesliga alles für die gastgebende Holzheimer SG sprach, hatte deren Trainer Hamid Derakhshan insbesondere vor der Defensive von Teutonia Kleinenbroich gewarnt. Und in der Partie sah sich der HSG-Coach bestätigt, sein Gegenüber Norbert Müller hatte seiner Mannschaft angesichts der weiterhin massiven Personalprobleme und der sportlichen Tiefschläge der Vorwochen eine extrem zurückhaltende Herangehensweise verordnet. 6:3:1 hieß es beim Tabellenschlusslicht gegen den Ball, um den Gastgebern möglichst wenig Räume zu bieten. Die Rechnung ging über weite Strecken auf, doch am Ende hieß der Sieger mit 3:0 (1:0) dennoch Holzheim.

„Die Kleinenbroicher haben es gut gemacht, sie haben uns das Leben richtig schwer gemacht“, meinte Derakhshan. Dabei fand seine Mannschaft schon ziemlich früh die erste Lücke, Stürmer Yannick Joosten traf erstmals in der elften Minute und erzielte das 1:0. Dabei profitierte die HSG allerdings davon, dass Philipp Richter bei den Gästen in der Vorwärtsbewegung einen Fehlpass spielte und es somit der HSG deutlich einfacher machte, einen Treffer zu erzielen. „Das war natürlich nicht förderlich fürs Selbstvertrauen. Wir haben dann zehn Minuten gebraucht, haben dann aber nicht mehr viel zugelassen“, erklärte Norbert Müller. In der Halbzeit versuchte das Holzheimer Trainerteam, seinen Spielern neue Lösungen gegen das Bollwerk mit auf den Weg zu geben. Das nächste Erfolgserlebnis stellte sich schnell ein, als die Holzheimer nach einer Ecke für Kleinenbroich schnell umschalteten und durch Youngster Paul Wolf das 2:0 (51.) erzielten. Nach der Meinung der Gäste ging der Aktion allerdings ein klares Foul an Sebastian Thomassen voraus, das der Schiedsrichter ungeahndet ließ.

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Doch wer dachte, die Gäste würden nun einbrechen, sah sich getäuscht. Sie ließen sich nicht locken und weil Holzheim die Defensive etwas vernachlässigte, ergaben sich sogar ein paar vielversprechende Kontermöglichkeiten. Aber auch die HSG war einige Male kurz davor zu erhöhen. Etwa bei einem Kopfball von Yannick Joosten an die Latte, einem Abschluss von Riku Tome aus kurzer Distanz und einem Freistoß von Tom Nilgen, den Teutonen-Keeper Sebastian Schmitz aus dem Winkel kratzte und die Latte lenkte. So dauerte es bis zur 83. Minute, ehe der starke Yannick Joosten nach einem neuerlichen Fehler des kurz danach ausgewechselten Philipp Richter mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung sorgte. „Da war mehr drin, aber in unserer aktuellen Verfassung läuft alles gegen uns. Bei mir kommen die Leute entweder aus einer Verletzung oder aus dem Urlaub, da ist nicht viel mit Selbstvertrauen“, sagte Norbert Müller. Beim Kollegen Hamid Derakhshan war die Freude über den dritten Sieg in Folge naturgemäß groß, „dennoch müssen wir uns im nächsten Spiel gegen den Tabellenführer MSV Düsseldorf steigern“.