Fußball-Landesliga Holzheim nach 2:2 gegen Hilden mächtig sauer

Holzheim · Das Verfolgerduell zwischen der HSG und der Hildener Reserve endete unentschieden. Doch aus Sicht der Gastgeber überschatteten krasse Fehlentscheidungen und unschöne Szenen am Spielfeldrand das sportliche Geschehen.

HSG-Coach Hamid Derakhshan.

HSG-Coach Hamid Derakhshan.

Foto: Heiko van der Velden/heiko_van_der_velden

Wenn sich Hamid Derakhshan nach einem Fußballspiel über die Geschehnisse auf und neben dem Platz aufregt, dann muss schon Außergewöhnliches passiert sein. Denn ansonsten ist der Trainer des Fußball-Landesligisten Holzheimer SG in der Rückschau immer sehr darum bemüht, nüchtern und möglichst objektiv das sportliche Geschehen wiederzugeben. Doch nach der Heimpartie gegen den VfB Hilden II platzte ihm der Kragen, er fühlte sich, sein Trainerteam und seine Mannschaft ungerecht behandelt.

„Gegen so viele Fehlentscheidungen des Schiedsrichters kommt man irgendwann einfach nicht mehr an“, sagte Derakhshan. Am meisten ärgerte er sich darüber, dass sein Mittelfeldspieler Baran Bal in Hälfte zwei so übel am Knie getroffen wurde, dass es blau wurde und blutete, der Übeltäter aber mit Gelb davonkam. Aber schon in Hälfte eins hatten die Holzheimer nicht schlecht gestaunt, als sie einen aus ihrer Sicht berechtigten Elfmeter zugesprochen bekamen, der aber nach Rücksprache zurückgenommen und auf Schwalbe entschieden wurde. Vor der Pause ließen sich die Gastgeber übrigens von ihrem überlegenen Spiel durch das 0:1 von Simon Metz (28.) nach einem Standard abbringen. Nach dem Seitenwechsel machten es die Holzheimer dann aber wieder deutlich besser und drehten die Partie durch Tore von Nelson Lukoma Yamashita (53.) und Ryoto Inokawa (60.). „Wir hatten das Spiel im Griff“, sagt Derakhshan, doch dann beging aus HSG-Sicht ein im Abseits stehender Hildener ein Foul und bereitete so Robin Weyrather den Weg zum 2:2. „Das war wirklich so klar, dass ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen kann, dass sie aufgehört haben zu spielen“, erklärt der HSG-Coach. Dann soll laut Derakhshan ein Hildener Spieler seinen Co-Trainer Patrick Becker umgestoßen haben, was für Tumulte und in der Folge für eine zehnminütige Unterbrechung der Partie sorgte. „Das ist eine Rote Karte“, betonte Derakhshan, der sich auch noch bitter über das Verhalten des gegnerischen Trainers beklagte.

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