Holzheim macht sich mit Spezialtraining fit, Kapellen erwartet Dingden

Fußball : Holzheim macht sich mit Spezialtraining fit

Landesliga-Kicker der HSG bereiten sich auf Asche auf das Spiel in Scherpenberg vor. Kapellen ist darauf aus, eine Serie zu starten.

Ist schon ein bisschen verrückt: Der SC Kapellen steht nach dem 4:0-Erfolg am vergangenen Sonntag in Giesenkirchen wieder auf Platz drei, doch fürs Erste erspart sich dessen kickendes Personal den Blick auf die Tabelle der Fußball-Landesliga. Die Holzheimer SG ist nach vier Punktspielniederlagen in Folge auf den vorletzten Rang abgerutscht, zieht aber Kraft aus der Beschäftigung mit dem Tableau. „Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt trotz allem nur drei Punkte“, sagt Trainer Stefan Schellenberg.

Damit das (wenigstens) so bleibt, bis die HSG im Abstiegskampf wieder voll auf Cheftrainer Guido van Schewick sowie die schmerzlich vermissten Leistungsträger Tom Nilgen, Marcus Buchen, Fabio Dittrich, Alexander Nuss und Steven Dyla bauen kann, wäre ein Erfolgserlebnis am Samstagabend (18 Uhr) beim ehemaligen Spitzenreiter SV Scherpenberg äußerst hilfreich. Das wissen auch die Holzheimer und haben darum im Vorfeld der Partie nichts unversucht gelassen. Da im Waldstadion an der Hombergerstraße in Moers auf ungewohnter Asche gespielt wird, nutzte die HSG die Vorteile der Kooperation mit dem Nachbarverein Germania Grefrath. Konkret: Donnerstag und Freitag trainierte der Landesligist auf dem Aschenplatz an der Lüttenglehner Straße in Grefrath auf Asche und die Kicker des B-Kreisligisten nutzten dafür die Vorzüge des Kunstrasens in Holzheim.

Die Hausherren, die nach der Trennung von Trainer Abdassamad Sallay auch dessen Assistenten Christian Schütz und Kapitän Bora Karadag verloren haben, hatten zum Start fünf ihrer sechs Spiele gewonnen, danach aber sieben von neun Partien abgegeben. Vor Wochenfrist holte die Mannschaft unter der Regie des Sportlichen Leiters Kay Bartkowiak gegen Wesel immerhin ein torloses Unentschieden und beendete damit eine schwarze Serie von vier Niederlagen in Folge. Schellenberg richtet sich auf ein Kampfspiel ein: „Das wird wahrscheinlich nichts für Fußball-Ästheten. Wille und Einsatz entscheiden – und vielleicht ist ja das Glück mal auf unserer Seite.“

Schützenhilfe könnte aus Kapellen kommen, empfangen die Schützlinge von Trainer Oliver Seibert doch am Sonntag (Anstoß erst um 16 Uhr) in BW Dingden einen direkten Konkurrenten der HSG. Holzheims Wünsche decken sich mit den Zielen des SCK, den zwar weiterhin satte 13 Punkte von der Spitze trennen, es der Sportliche Leiter Jörg Ferber der Mannschaft aber nach dem Sieg in Giesenkirchen zur Aufgabe gemacht hat, „eine Serie zu starten.“ Die personelle Probleme sind allerdings nach wie vor gravierend: Marcel Kalski, nach ewig langer Verletzungspause gerade erst wieder auf den Platz zurückgekehrt, fällt abermals aus, trifft im Lazarett auf die Langzeitausfälle sowie auf Manu Ioannidis und Can Yücel, „bei dem der Arzt gar nicht weiß, wo er zuerst anfangen soll“, sagt Ferber. In Giesenkirchen saßen in Sebastian Berndsen, der zuvor mit den  A-Junioren noch in der Niederrheinliga aufgelaufen war, kurz vor Schluss aber Daniel Ferber ersetzte, und Marco Arno Heiermann zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs auf der Bank. Ferber: „Da kommt uns zugute, dass bei uns die besten A-Jugendlichen immer dienstags am Training der ersten Mannschaft teilnehmen. Die Jungs kennen sich also untereinander.“