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Holzheim in der Aufstiegsrelegation zu Gast in Eller

Fußball : HSG erwartet „dicksten Brocken“

Relegation zur Landesliga: Holzheimer Fußballer sind zu Gast beim TSV Eller 04.

(pas-) Zwei Spiele trennen die Fußballer der Holzheimer SG vom Aufstieg in die Landesliga. Zwei Spiele gegen den „dicksten Brocken“, wie Trainer Guido van Schewick den Relegationsgegner TSV Eller 04 bezeichnet. Am Donnerstag gastiert er mit seiner HSG ab 19.30 Uhr bei den Düsseldorfern, am Sonntag steigt zu Hause ab 15 Uhr das Rückspiel.

Dass der meist unbekannte Gegner vor solchen Entscheidungsspielen in den Himmel gelobt wird, gehört dabei zum Geschäft. Tatsächlich spricht aber einiges dafür, dass Eller so ziemlich der härteste Gegner ist, auf den die HSG hätte treffen können. Die Mannschaft ist über Jahre eingespielt, landete seit dem Abstieg 2013 in der Bezirksliga auf den Plätzen zwei, fünf, drei, drei und zwei und sicherte sich in einer herausragenden Gruppe 1 nur einen Punkt hinter dem VfB Solingen den Vizetitel.

Wie gut diese Gruppe war, zeigt allein die Tatsache, dass der stark besetzte und hochambitionierte SV Uedesheim – im Vorjahr selbst erst in der Aufstiegsrelegation gescheitert – im Meisterschaftsrennen nicht den Hauch einer Chance hatte. In Baschar El Fayyad, Eremias Ghebremedhin, Engin Cakir und Salvatore Trapani hatten gleich vier Spieler eine zweistellige Torausbeute – das klingt in der Tat nach dem dicksten Brocken. „Eller ist schon eine extrem gute Mannschaft“, weiß van Schewick. Verstecken muss er sich allerdings nicht. Schließlich war die HSG selber nur eine Spielabsage vom direkten Aufstieg entfernt und spielt seit Monaten mit zwei kleinen Aussetzern konstant auf einem außergewöhnlichen Niveau. 20 der letzten 22 Spiele gewann Holzheim und schoss dabei im Schnitt über 3,5 Tore. „Wir kommen mit ganz viel Rückenwind“, sagt van Schewick, dessen Elf am Wochenende mit dem 9:1-Sieg beim gegen den Abstieg kämpfenden VfL Willich eine letzte Duftmarke setzte.

In Bestbesetzung können die Gäste morgen nicht auflaufen: Stürmer Ersin Deniz ist nach seiner mehrfachen Beleidigung inklusive Kopfstoß bei seinem Ex-Klub SV Bedburdyck/Gierath noch bis August gesperrt, Kapitän Pascal Schneider fehlt weiterhin verletzt. Angeschlagen sind dazu auch die Mittelfeldkräfte Simon Petri und Simon Kozany. Für van Schewick kein Grund zur Sorge: „Diese Personalprobleme hatten wir die ganze Saison schon. Was uns ausgezeichnet hat, war die Tatsache, dass es letztlich wirklich egal war, wer gespielt hat. Wir sind tief besetzt und haben immer eine Lösung gefunden.“

Positiv sieht er auch den Fakt, dass seine Elf den schon vor der Saison als Überteam proklamierten Meister Teutonia St. Tönis gleich zwei Mal schlug – mickrige fünf Tore fehlten Holzheim am Ende zum Aufstieg. „Wir haben mehrfach gezeigt, dass wir in den wichtigen Spielen voll da sind“, findet der Coach. Nun soll sich sein Team in zwei finalen Partien belohnen: „Wir freuen uns auf diese beiden Endspiele. Ob wir dabei zuerst auswärts oder zu Hause spielen, ist uns, ehrlich gesagt, völlig egal.“