Holzheim im Niederrheinpokal : Vollgas oder Schongang gegen Oberligisten?

Die Landesliga-Fußballer des Holzheimer SG empfangen am Mittwoch Oberligist Monheim. Schon am Sonntag geht’s in der Meisterschaft nach Kleinenbroich.

Für die erste Runde im Niederrheinpokal haben die Landesligakicker der Holzheimer SG ein durchaus attraktives Los erwischt. Am Mittwoch (19.30 Uhr) kommt der langjährige Oberligist 1. FC Monheim. Andererseits hat der Gegner dann doch nicht einen so prominenten Namen wie die ebenfalls im Topf befindlichen Regionalligisten KFC Uerdingen, RW Essen oder Wuppertaler SV (nächste Woche Gegner des VfL Jüchen-Garzweiler) oder sogar Drittligist MSV Duisburg, so dass es keinen Zuschaueransturm auf der Johann-Dahmen-Sportanlage geben dürfte. Mit Blick auf die harte Landesliga-Saison mit fünf Absteigern stellt sich für die HSG also die Frage: Vollgas oder angesichts der geringen Siegchancen lieber Rücksicht auf die Liga nehmen? Schließlich steht schon am Sonntag das durchaus wichtige Kreisduell bei Teutonia Kleinenbroich an.

Und erst vergangenen Sonntag mussten die Holzheimer daheim eine 1:2-Niederlage gegen die SG Unterrath verkraften. „Danach haben wir über die Frage, wie wir das Spiel gegen Monheim angehen sollen, im Trainerteam ausgiebig diskutiert“, sagt HSG-Coach Hamid Derakhshan. Letztlich fiel die Entscheidung eindeutig aus: „Wir wollen die bestmögliche Qualität aufbieten, um ein gutes Spiel abzuliefern.“ Diese klare Ausrichtung sei in erster Linie wichtig für die Mannschaft, weil sie es verdient habe, gegen einen so starken Gegner mit einem guten Gefühl aufzulaufen. Aber auch für Zuschauer und Sponsoren, die bestimmte Erwartungen hätten, sei das von Bedeutung. Gerne würde die HSG auch ein Déjà-Vu aus der Vorsaison verhindern. Da setzte es in der ersten Runde eine 1:8-Packung gegen den Oberligisten Ratinger SG. Das soll aber nicht heißen, dass es im Vergleich zu Sonntag nicht die eine oder andere Veränderung in der Startformation geben kann. Feststeht zum Beispiel, dass Tobias Schriddels, als Stammkeeper in die beiden zurückliegenden Spielzeiten gegangen, für Nico Bayer im Tor stehen wird. Trainer Derakhshan würde sich auch Wünschen, dass seine verletzten Defensivrecken Joel Trotzki und Leon Borkowski in die Abwehrkette zurückkehren. Doch daraus wird wohl ebenso wenig etwas wie aus den Comebacks der nach wie vor verletzten Patrick Herzke, Fynn Reiß und Bozidar Mestrovic. Einzig der zuletzt erkältete Eser Pekin steht wieder zur Verfügung.

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Dass die Holzheimer das Wagnis mit der zusätzlichen Belastungsspitze eingehen, hat auch etwas damit zu tun, dass sie seit dieser Saison eine neue Regenerationsmaßnahme eingeführt haben. Die durch das legendäre Interview mit Peer Mertesacker bei dem WM in Brasilien bekannt gewordene Eistonne hat jetzt auch Einzug bei der HSG gehalten. „Es hilft wirklich, die Beine fühlen sich danach nicht so schwer an“, sagt Derakhshan. Dann können die nächsten Spiele ja kommen.