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Holzbüttgener Floorballer sichern sich ersten Punkt

Floorball : Holzbüttgen holt in alter Halle ersten Zähler

Die DJK-Floorballer schaffen es in der Bundesliga gegen den Deutschen Vizemeister Lilienthal bis in die Verlängerung.

(pas-) Es war ein wahrlich turbulentes Wochenende für die Floorballer der DJK Holzbüttgen: Erst stand für den Bundesliga-Neuling am Samstagabend die beschwerliche Fahrt zum Serienmeister UHC Weißenfels nach Sachsen-Anhalt an, nach der 5:18-Niederlage sollte es am nächsten Mittag zu Hause bereits gegen den Vizemeister TV Lilienthal gehen. Wegen eines Lecks im Dach der Stadtparkhalle wurde das Spiel kurzerhand in Sporthalle am Bruchweg verlegt, wo die DJK bei der 3:4-Pleite nach Verlängerung ihren ersten Zähler verbuchte.

„Es waren zwei sehr anstrengende Tage“, sagte Abteilungsleiter Philipp Jesse, „aber wir haben gegen den Meister und den Vizemeister an diesem Wochenende nicht mit einem Punkt gerechnet, deswegen sieht man hier gerade in viele lachende Gesichter.“ Das Spiel in Weißenfels war dabei lange offen, nach zwei Toren von Nils Hofferberth stand es nach dem ersten Drittel 2:2, Mark Jones traf sogar zur 3:2-Führung. Ilari Suuronen stellte kurz darauf auf 4:3. „Gegen den Rekordmeister, der eigentlich ein Dauerabo auf den Titel hat, auf einmal in Führung zu liegen, war ein überragendes Gefühl“, sagte Kapitän Kevin Strauß. Halten sollte es freilich nicht lange, die gereizten Gastgeber drehten auf, führten nach 40 Minuten mit 10:4 und zum Schluss mit 18:5. „Dann hat sich die individuelle Klasse durchgesetzt. Da war einfach nichts zu machen“, fand Strauß.

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Tags darauf folgte zunächst die - im Wortsinne - kalte Dusche. In der Kaarster Stadtparkhalle regnete es durch, ganz kurzfristig gelang der Umzug an den Bruchweg den Holzbüttgenern aber noch. „Wir wurden im Nachhinein für unser gutes Krisenmanagement gelobt“, sagte Jesse. Kapitän Strauß bedankte sich bei den zahlreichen Helfern bedankte: „Da haben so viele Leute mit angepackt, um auf- und abzubauen. Das war eine organisatorische Meisterleistung, ohne die ganzen Leute wäre das nicht möglich gewesen.“

Belohnt wurden die 170 Zuschauer mit einem tollen Spiel gegen den Deutschen Vizemeister Lilienthal, bei dem Nils Hofferberth die Grün-Weißen mit drei Treffern in die Verlängerung schoss. „Das war eine überragende Leistung von uns. Wir haben bis in die Verlängerung gegen ein Spitzenteam mitgehalten“, fand Strauß. Jesse nahm den Hallenumzug im Nachhinein mit Humor: „Dass wir in unserer alten Halle, in der alles angefangen hat, unseren ersten Bundesligapunkt holen, ist doch mal eine charmante Geschichte.“