Sportpolitik : Hohe Ehrung für Karl Bongers

Seit gut einem Vierteljahrhundert ist Karl Bongers "das Gesicht" der Stiftung Sport. Der mittlerweile 86-Jährige, geboren am 12. September 1924 genau um 9.30 Uhr, "als der Schatten des Westturms von Sankt Quirin genau auf meinem Geburtshaus lag", sitzt seit der konstituierenden Sitzung 1986 im Vorstand der Stiftung, deren Vorsitzender er seit 1992 ist.

In der von Volker Koch verfassten Festschrift "25 Jahre Stiftung Sport" heißt es: "Akribisches Arbeiten hat schon immer seinen Lebensweg geprägt — es dürfte kaum ein Thema geben, privat, dienstlich oder in seinen zahlreichen Ehrenämtern, zu dem Karl Bongers nicht eine Aktennotiz angelegt hat.

" Am Sonntag gehörte der Ehrenvorsitzende des Neusser Schwimmvereins (NSV), der ihm trotz aller anderen Funktionen und Aufgaben immer noch am meisten am Herzen liegt, zu den 16 Ehrenamtlern und Sportlern, denen in Düsseldorf die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen wurde. In Vertretung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft würdigte Sportministerin Ute Schäfer sein "herausragendes Engagement im Sport" mit der höchsten Sportauszeichnung des Landes NRW: "Mit Ihrem enormen persönlichen Einsatz unterstützen Sie in ganz besonderem Maße ehrenamtlich den Sport und die Sportvereine.

Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft." Bongers saß lange Jahre gleichzeitig im Vorstand des Kreissportbundes, dessen Vorsitz er "als Zwischenlösung" von 1992 bis 1994 innehatte, und des Stadtsportverbandes. Bei dem ist er Ehrenmitglied, beim Kreissportbund oder "Sportbund im Rhein-Kreis Neuss", wie die Interessenvertretung von 370 Sportvereinen mit offiziellem Namen heißt, sogar Ehrenvorsitzender. Aber "sein Engagement für den Sport ging immer über seine jeweilige Funktion hinaus", lobte Ute Schäfer in ihrer Laudatio im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport: "Hierbei behielt er immer im Auge, seine Erfahrungen und Kenntnisse an die nächste Generation weiterzugeben."

(NGZ)