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Korschenbroich: Hohe Ehre für General Nitsch

Korschenbroich : Hohe Ehre für General Nitsch

Bundesmeister Horst Thoren ehrte den Pescher Regimentschef mit dem Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. Mit Königspaar Andreas und Sabine Kuczera feierten auch der Korschenbroicher König sowie der Bezirkskönig.

Pünktlich zum Start des Schützenfests hörte es auf zu regnen. Beim gestrigen Festzug konnte das Königspaar Andreas und Sabine Kuczera dann buchstäblich mit der Sonne lachen. Anders als bei der sommerlichen Hitze des letzten Jahres herrschten ideale Marschtemperaturen: Gut 300 Schützen und Musiker sorgten für einen rundum gelungenen Höhepunkt des festlichen Freiluftprogramms.

Das in Schwalmtal wohnende Königspaar hat natürlich nicht dort seine Residenz aufgeschlagen. Die befindet sich vielmehr im Pfarrheim von St. Marien, während ein Schild am Hotel Tannenhof darauf hinweist, dass sich dort die "Königliche Nachtresidenz" befindet – das Königspaar hat für fünf Tage eingecheckt. Andreas Kuczera, Stabsfeldwebel bei der Bundeswehr und im Heeresamt in Köln tätig, warb mit gelben Schleifen für eine Solidaritätsaktion. Die hat das Bundeswehrsozialwerk initiiert, das damit verwundete Soldaten und Hinterbliebene von Opfern unterstützen will, deren Angehörige in Afghanistan oder andernorts gefallen sind.

Erstmals beim Pescher Fest

Hatte der Korschenbroicher König Thomas Schmitten schon zuvor mitgefeiert, war gestern Nachmittag auch Bezirkskönig Bernd Knitter mit von der Partie. Der aus Waldhausen stammende Regent der Historischen Bruderschaften aus Mönchengladbach, Rheydt und Korschenbroich amüsierte sich gut. "Die Leute sind freundlich, das Bier schmeckt sehr gut", meinte er angesichts eines Plauschs mit Bürgermeister Heinz Josef Dick und dem Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling. "Meine Frau stammt aus Korschenbroich, und natürlich kenne ich Unges Pengste – aber in Pesch bin ich zum ersten Mal bei einem Schützenfest."

Ein spezieller Farbtupfer war die erstmals seit vielen Jahren wieder abgehaltene Blumenparade: Neun Blumenhörner konnte das Publikum bestaunen, doppelt so viele wie zuletzt üblich. Bester Dinge war auch der Regimentschef: General Hubert Nitsch trägt seit gestern Mittag nämlich das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. Bezirksbundesmeister Horst Thoren verlieh ihm damit eine der höchsten Auszeichnungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, insbesondere für seine inzwischen 40-jährige Mitwirkung in der Pescher Reiterei. Der Hohe Bruderschaftsorden ging an Wilfried Meuser von den "Strüesblome". Präsident Christoph Türks zeichnete neben den Jubilaren den amtierenden Regimentskönig Wolfgang Müllers von den "Kielmänn" ebenso aus wie dessen Zugkameraden Willi Grewe. Auch Türks selbst ging nicht leer aus: Horst Thoren hatte für ihn ein Stoff-Murmeltier mitgebracht, dem sich auch Töne entlocken lassen.

(NGZ)