Rudern : Höffgen ackert für Olympia-Traum

Die Ruderin des Neusser RV gönnt sich auch im Winter kaum mal eine Pause.

Wer es im Rudern bis zu den Olympischen Spielen schaffen will, muss auch im Winter ranklotzen. Also flog Alexandra Höffgen (Neusser RV) Anfang Dezember mit dem aus 20 Mitgliedern bestehenden Frauenachter-Team ins Trainingslager nach Sevilla.

Im Spanien standen täglich durchschnittlich fünf Stunden Ausdauertraining auf dem Programm, die meisten Einheiten im Boot. Zusätzlich ging es auf dem Mountainbike durch die prächtige Hügellandschaft Andalusiens. Höffgen: "Insgesamt kamen mehr als 400 Wasserkilometer zusammen." Und weil das immer nicht genug war, ergänzten Kraft- und Gymnastikeinheiten das umfangreiche Ausdauertraining.

Zurück im Bundesleistungszentrum Dortmund stieg die Kleinenbroicherin direkt zur Leistungsüberprüfung aufs Ruderergometer. "Mit meiner Zeit von 6:52,7 Minuten über 2000 Meter gehörte ich zur Spitzengruppe des gesamten Achterteams." Erst danach durfte die 21-Jährige für zwei Wochen nach Hause in den Weihnachtsurlaub, hielt sich dort jedoch in rund vierstündigen Tageseinheiten mit Laufen, Schwimmen, Radfahren und Ergometerfahren weiter fit. "Highlights waren für mich in dieser Zeit die Einladung zum Handballspiel in Dormagen und die Aufnahme ins Perspektivteam des Rhein-Kreises."

Zum Jahresausklang nahm die Maschinenbaustudentin außerdem am Silvesterlauf in Uedesheim teil, freilich nur, um im Anschluss noch ein 90-minütiges Ergometertraining in Grimlinghausen zu absolvieren. Heute geht für sie der normale Trainingsalltag am Leistungsstützpunkt weiter und auch die vorlesungsfreie Zeit ist vorbei. Ende des Monats steht ein Testwochenende auf dem Plan, "bei dem wir einen 10 000-Meter-Ergometertest und Krafttests machen müssen. Anfang Februar fahren wir ins Trainingslager nach Süditalien, bevor Ende März die Saison startet".

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE