Hockey: Spitzenspiel zwischen SW Neuss und BW Köln

Hockey: Tabellenführer kommt SW Neuss gerade recht

Im ultra spannenden Aufstiegskampf der 2. Hockey-Bundesliga Nord empfängt der HTC Schwarz-Weiß am Sonntag Blau-Weiß Köln.

So interessant war die 2. Hockey-Bundesliga Nord schon lange nicht mehr. Auf der Zielgeraden der Hinrunde darf sich die Hälfte der insgesamt zehn Vereine berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg ins Oberhaus machen. Und Stephan Busse, Teammanager des HTC SW Neuss, ist davon überzeugt, „dass das bis zum Ende so bleiben wird. Da lege ich mich fest.“

Mittendrin statt nur dabei ist Schwarz-Weiß: Mit einem Heimsieg am Sonntag (12 Uhr, HTC-Anlage an der Jahnstraße) über Blau-Weiß Köln könnten die Schützlinge von Spielertrainer Matthias Gräber (eine Partie zurück) bis auf einen Punkt zum Spitzenreiter aufschließen – und mit einem weiteren Erfolg zwei Wochen später in Rissen  sogar vorbeiziehen. Schaffen könnten das auch Großflottbek sowie die am 20. Oktober im direkten Duell aufeinander treffenden Verfolger Gladbacher HTC und SW Köln. Beide Klubs haben aktuell zwar sechs Zähler weniger auf dem Konto als BW Köln, sie dürfen in der Hinserie allerdings auch noch zweimal ran.

Für Gräber ergibt sich aus dieser Konstellation folgender Arbeitsauftrag: „Der Plan steht, wir müssen aus den beiden nächsten Spielen sechs Punkte holen.“ Natürlich, fügt er an, könne die Sache auch komplett schiefgehen, „dann bist du erstmal weg“, aber damit beschäftigt er sich nicht wirklich. Mit Blick auf den 4:1-Heimsieg über Flottbek stellt er selbstbewusst fest: „Tabellenführer liegen uns.“ Allerdings gingen die Duelle mit Gladbach (3:5) und SW Köln (2:3) verloren, allzu sicher fühlen sollte sich der ehemalige Erstligist also nicht. Busse nahm die Blau-Weißen Anfang des Monats bei ihrem mühsamen 2:1-Auswärtssieg über den Neuling DSD Düsseldorf unter die Lupe. „Da war der DSD in der zweiten Halbzeit total überlegen, war aber zu blöd, den Ball ins Tor zu jagen.“

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Auf die leichte Schulter nimmt im Neusser Lager die Gäste aus der Domstadt deshalb aber niemand. In Olympiasieger Jan-Marco Montag (35 Jahre) und dem aus seiner Zeit im Jahnstadion immer noch hochgeschätzten Axel Schmitz (39) verfügt der Primus über herausragende Innenverteidiger. Busse: „Die stehen da wie zwei Türme, spielen immer noch eine gute Murmel und haben den Blick für den freien Mann.“ Zudem sind sie mit klugen Pässen jederzeit in der Lage, in eine unsortierte Abwehr Lücken für ihre schnellen Spitzen zu schlagen. Die daraus resultierenden Strafecken sind eine echte Waffe, verfügen die Kölner bei Standards in Montag und Sebastian Behr doch gleich über zwei „Mordsschützen“, warnt Gräber. Für Busse steht darum fest: „Wenn wir wieder drei Tore kassieren, werden wir vorne nicht vier Tore schießen.“ Sicher helfen würde eine starke Leistung von Sibtain Raza. Der Stürmer aus Pakistan könnte den Gastgebern zum Abschied (in Rissen steht der 30-Jährige nicht mehr zur Verfügung) mit seiner Schnelligkeit noch einmal gute Dienste leisten, denn bei aller Qualität und Cleverness, Kölns Innenblock ist in die Jahre gekommen und nicht mehr ganz so fix auf den Beinen wie früher. Diesem Defizit will Gräber mit Tempo begegnen. Er weiß indes auch: „Das haben schon andere Gegner versucht – und nicht geschafft. Köln steht schließlich nicht zu Unrecht ganz oben.“

Immerhin können die Neusser am Sonntag mit Ausnahme der Langzeitverletzten Tomasz Górny und Marcin Pobuta ihre beste Formation aufbieten.

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