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Hockey: Hockey: Neuss kann mit weißer Weste überwintern

Hockey : Hockey: Neuss kann mit weißer Weste überwintern

Martin Wagner und Lennard Leist laufen schon seit Wochen mit einem Dauergrinsen durchs Jahnstadion. Die im Wechsel im Kasten des Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss wirkenden Torleute haben in dieser Saison erst viermal hinter sich greifen müssen. Absoluter Bestwert. Zum Vergleich: Ihre bei den ärgsten Verfolgern des Tabellenführers beschäftigten Kollegen haben schon satte 19 (Großflottbek) bzw. zwölf Treffer (Klipper) kassiert.

An der erfreulichen Zwischenbilanz soll sich auch am Wochenende nichts ändern, wenn sich der Erstliga-Absteiger mit den Heimspielen gegen den starken Neuling Oberhausener THC (Sa. 18 Uhr) und den Klipper THC Hamburg (So. 13 Uhr) in die Winterpause verabschiedet. Weil sich die Schwarz-Weißen in der anspruchsvollen Rolle des Gejagten längst pudelwohl fühlen, hat Trainer Andreas Bauch fürs Jahresfinale auf dem Feld die vollen sechs Punkte als Ziel ausgegeben. "Aber wir werden uns in beiden Spielen auf einen heißen Tanz einrichten müssen", warnt er. Oberhausen ist nur ganz schwer zu fassen. Einerseits brachte der Aufsteiger die Spitzenteams Großflottbek (3:5) und SW Köln (3:3) mächtig ins Schwitzen, andererseits kam er beim Kellerkind DHC Hannover mit 1:7 unter die Räder. "Die verstecken sich nicht", weiß Bauch, dessen Schützlinge ein wachsames Auge auf Sebastian Meister haben sollten. Ein Typ mit Ecken und Kanten — und in dieser Spielzeit schon sechsmal erfolgreich. Bauch: "Eine echte Granate! Der kennt keine Angst!"

Deutlich höher einzuschätzen — und in der Tabelle als Dritter nur drei Punkte schlechter als der mit blütenweißer Weste ausgestattete Spitzenreiter — ist freilich der Klipper THC. Ihre bislang einzige Niederlage kassierten die Hamburger am dritten Spieltag im Derby gegen Rissen (1:2). Am Tag zuvor hatte Klipper noch den Großflottbeker THGC mit 5:3 bezwungen. Um keine böse Überraschung zu erleben, will Bauch die Hanseaten morgen im Match beim Rheydter SV (16 Uhr) persönlich unter die Lupe nehmen. Doch schon jetzt ist seine Taktik klar: "Wir müssen denen früh den Zahn ziehen, dabei aber geduldig und konzentriert bleiben." Größten Schaden, vor allem bei Strafecken, könnte Christian Tanck anrichten. Der Hamburger führt gemeinsam mit Matthias Gräber aus Rheydt (beide acht Treffer) die Torjägerliste der 2. Liga Nord an.

Zum Personal: Auf den beruflich verhinderten Mathis Steindor müssen die Neusser wohl verzichten. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Philipp Weide. Schon in Rheydt hatte der am Oberschenkel verletzte Routinier passen müssen. Trainiert hat der 29-Jährige nicht. Wieder ins Team zurück kehrt dagegen Thomas Zilkens.

(NGZ/ac)