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Hockey: Hockey: Neuss hat Klassenverbleib im Oberhaus sicher

Hockey : Hockey: Neuss hat Klassenverbleib im Oberhaus sicher

Bloß nicht noch ein Null-Punkte-Wochenende wie zuletzt in Rüsselsheim und München – mit diesem Ziel waren die Hockey-Mädels des Erstligisten HTC SW Neuss nach Mannheim gefahren. Das gelang mit dem 1:1 (1:0) am Samstag beim MHC zwar, doch glücklich war Trainer Simon Starck nicht.

Sogar als besonders bittere Pille empfand er die 1:2-Niederlage (1:1) gestern beim TSV. "Das war Hockey paradox", stellte er enttäuscht fest: "Wir haben die weitaus besseren Chancen, aber irgendwie sollte heute wohl nur ein Ball ins Tor rein." Da gleichzeitig jedoch die Kellerkinder aus Lichterfelde und Harvestehude wieder mal komplett leer ausgingen, haben die Neusserinnen den Klassenverbleib mit jetzt 19 Zählern sicher. Die Konkurrenten können in den vier noch ausstehenden Partien ihr Konto nämlich maximal auf 18 Punkte erhöhen.

Nicht nur deshalb konnte Starck mit dem 1:1 beim Mannheimer HC gut leben. "Das Chancenplus lag klar auf deren Seite", räumte der Neusser Coach ehrlich ein. Trotzdem waren seine Schützlinge vor rund 100 Zuschauern in Führung gegangen. Nationalspielerin Luisa Steindor verwandelte in der 30. Minute nach einer mit dem Fuß abgewehrten Strafecke den fälligen Siebenmeter. Mitte der zweiten Hälfte gelang den Mannheimerinnen, die keine ihrer sieben Strafecken im Tor unterbrachten, durch Elena Willig der verdiente Ausgleich (45.). Um ein Haar hätte der äußerst geduldig auf seine Chance wartende HTC sogar noch einmal zurückgeschlagen, doch kurz vor Schluss traf Theresa Laubenstein in günstiger Schussposition die Kugel nicht voll. Am Tag darauf dominierten zwar die Neusserinnen, die entscheidenden Tore aber erzielten die mitten im Abstiegskampf steckenden Gastgeberinnen jeweils per Strafecke. Die reaktivierte Olympiasiegerin Fanny Rinne traf früh zum 1:0 (2.), Corinna Przybilla in der 38. Minute zum 2:1.

Verena Würz hatte für den HTC den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt (4.), damit die Verhältnisse auf dem Spielfeld aber nur höchst unzureichend dokumentiert. "Der TSV war abgesehen von den beiden Strafecken relativ harmlos und hat sich wie erwartet in seiner eigenen Hälfte eingeigelt", sagte Starck. Zu erstklassigen Einschussgelegenheiten kam Schwarz-Weiß trotzdem. Dass die Kugel nur einmal den Weg in den Mannheimer Kasten fand, grämte Starck: "Mal lag es an der fehlenden Entschlossenheit, mal am Unvermögen oder wir haben vor dem Tor die falschen Entscheidungen getroffen – und Pech kam natürlich auch noch hinzu. Ich hatte in der Schlussphase das Gefühl, wir hätten noch 20 Minuten weiter spielen können, ohne ein weiteres Tor zu erzielen. Schade."

(NGZ)