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Hockey: Hockey: HTC will den Befreiungsschlag setzen

Hockey : Hockey: HTC will den Befreiungsschlag setzen

Am Samstag könnten die Hockey-Mädels des Erstligisten HTC SW Neuss den mühsamen, aber so immens wertvollen 2:1-Heimsieg vom vergangenen Wochenende gegen den TSV Mannheim veredeln. Ein weiterer Erfolg beim Schlusslicht TuS Lichterfelde (16 Uhr) wäre für Schwarz-Weiß fast schon so etwas wie ein Befreiungsschlag im aufreibenden Abstiegskampf.

Dass Teil eins der Feldsaison erst am Sonntag (12 Uhr) mit dem Spiel beim Tabellenführer Berliner HC zu Ende geht, interessiert im Neusser Lager vorerst niemanden. Die ganze Konzentration gilt dem Auftritt gegen den noch sieglosen Aufsteiger TuS Lichterfelde. Das heißt: Jede, die nur irgendwie geradeaus laufen kann, spielt. Die als Folge einer sehr hartnäckigen Nierenbeckenentzündung vom Fieber geplagte Katharina Kreiner dürfte damit ebenso auf die Zähne beißen wie Katja Plauk, deren Sprunggelenk nach einem unfreiwilligen Kontakt mit dem Spielgerät angeschwollen ist. Da sich Samstagfrüh trotz schwerer Erkältung auch Malou und Neela Holthausen sowie Luisa Steindor, Johanna Wüterich und Daniela Guckuk in den Zug nach Berlin setzen, fällt lediglich Nadine Ritterbach (Urlaub) definitiv aus. "Wir werden alles versuchen, danach sehen wir mal, wer am Sonntag noch zur Verfügung steht", sagt Trainer Simon Starck.

Den TuS Lichterfelde, nach einjähriger Abstinenz gerade erst wieder ins deutsche Oberhaus zurückgekehrt, schätzt der Neusser Coach "einen Tick stärker als Mannheim" ein. In den beiden U21-Nationalspielerinnen Lena Langer und Viola Scharf sowie der Polin Aleksandra Bugala hat Trainer Helmut Schröder durchaus gehobene Qualität im Team. Trotzdem langte es bislang nur beim 2:2 im Kellerduell mit dem TSV Mannheim zu einem Punkt. Auch die Partie gegen den ebenfalls in den Abstiegskampf verstrickten Mitaufsteiger Harvestehuder THC ging zu Hause mit 2:3 verloren. Für Starck ist der Fall damit klar: Ein Sieg am Samstag in Lichterfelde, ein weiterer zum Abschluss der Hinrunde am 24. März über Harvestehude, "dann würden wir die da unten so ein bisschen verhaften. Dann sähe es sehr gut für uns aus".

Gegen den Berliner HC dürfte es am Tag darauf nur um Schadensbegrenzung gehen. Starck: "Wir werden das Spiel nicht abschenken, aber die scheinen im Moment ein bisschen weit weg." Die auf allen Positionen erschreckend gut besetzte Truppe um Rekordnationalspielerin Natascha Keller hat bisher alle Spiele gewonnen. In diesem Ensemble ist selbst die aus Neuss an die Spree gewechselte Nationalspielerin Lena Andersch nur eine unter vielen. Starck: "Bei denen war fast jede schon mal deutscher Meister. Wenn da zwei, drei Leute ausfallen, fällt das keinem auf."

(NGZ/ac)