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Hockey: HTC SW Neuss schlägt Kahlenberg mit 6:2

Hockey : HTC betreibt positive Frustbewältigung

Einen Tag nach der schmerzlichen Niederlage in Köln schlägt der Hockey-Zweitligist aus Neuss den Kahlenberger HTC deutlich mit 6:2.

Manche Niederlagen tun auch mit einem Tag Abstand noch weh. Und so gingen die Gedanken von Sebastian Draguhn selbst nach dem 6:2-Heimsieg (Halbzeit 1:0) des Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss über den Kahlenberger HTC zurück zur 2:3-Pleite am Samstag bei Schwarz-Weiß Köln. Der Goalgetter, gestern mit vier Treffern maßgeblich an der positiven Frustbewältigung beteiligt, gestand: „Die Niederlage in Köln nervt, weil sie nicht nötig war.“

So ist halt der Sport: Ließen die Neusser im Duell mit dem Angstgegner aus der Domstadt neben zahlreichen hochkarätigen Einschusschancen auch noch insgesamt acht Strafecken aus, klappte es gegen Kahlenberg gleich im ersten Versuch: Draguhn setzte die Kugel kurz nach Beginn der zweiten Hälfte unhaltbar für Gästekeeper Krischan Schliemann zum 2:0 (31.) ans Brett. In Führung hatte Neuss Spielertrainer Matthias Gräber bereits in der achten Minute geschossen. In der ersten Hälfte hielt das auch nach sieben Spielen immer noch punktlose Schlusslicht noch einigermaßen mit, hätte sogar treffen können: Der wuchtige Abwehrchef Kevin Kleine-Klopries scheiterte mit einer Strafecke früh an Torhüter Dawid Wrobel, der in der elften Minute auch gegen den frei vor ihm aufgetauchten Bastian Preußer parierte. Im zweiten Viertel wusste sich auf der anderen Seite Schliemann gegen Cedric Heimbach (22.), Draguhn (26.) und Jacek Kurowski (27.) auszuzeichnen.

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Erst Draguhn brach im dritten Abschnitt  mit dem 2:0 den Bann. Zwar verkürzte Kleine-Klopries fast im Gegenzug per Strafecke auf 1:2 (33.), doch viel mehr kam vom Kellerkind nicht. Die zweite Strafecke hämmerte Draguhn noch knapp übers Tor (34.), aber Versuch Nummer drei bescherte den Hausherren das 3:1 (36.).  Draguhn verwandelte auch den nach einem Rettungsversuch von Schliemann gegen Niklas Garms verhängten Siebenmeter sicher zum 4:1 (38.), ebenfalls noch in diesem Abschnitt staubte Ivo Otto nach einer von Schliemann abgewehrten Draguhn-Ecke zum 5:1 (40.) ab, vier Minuten später nutzte wiederum Draguhn die fünfte Neusser Strafecke zum 6:1.

Die geschlagenen Gäste hätte es in der Folge noch weitaus übler erwischen können, doch einmal mehr setzte Schwarz-Weiß im Gefühl des sicheren Sieges nicht energisch nach. Dass seine Jungs im Schlussviertel  den durchaus möglichen zweistelligen Sieg verpassten, nahm Co-Trainer Till Brucke indes gelassen: „Klar, nach der Niederlage in Köln wäre das noch mal ein Zeichen gewesen, aber so ticken wir halt nicht.“ Weil die Gastgeber Möglichkeiten wie die von Sibtain Raza, der sich alleine vor dem Tor von Schliemann den Ball vom Schläger fischen ließ, ausließen, kam das Kellerkind glimpflich davon, durfte durch Kleine-Klopries mit dem 2:6 (58./Ecke) sogar noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Das vermaledeite Spiel in Köln bekam Draguhn trotzdem nicht aus dem Kopf ...