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Hockey: HTC SW Neuss hofft trotz Corona auf eine Fortsetzung der Saison

Hockey : Trotz Corona – der HTC hilft, hüpft und hofft

Der Hockey-Zweitligist füllt die Zwangspause sinnvoll aus, träumt aber davon, dass der Trainings- und Spielbetrieb bald weitergeht.

Samstag, 2. Mai, Anlage des Marienburger SC an der Schillingsrotter Straße im Kölner Villenviertel. Ein Ort der Hoffnung für den Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss. Hoffnung darauf, dass Sebastian Draguhn, Jan Mausberg & Co. in dieser Saison doch noch einmal zum Schläger greifen dürfen. Denn wegen der Corona-Krise hat der Deutsche Hockey-Bund in Abstimmung mit den Vereinen beschlossen, den eigentlich für den 18. April geplanten Rückrunden-Start erstmal nur um zwei Wochen zu verschieben.

Inzwischen ist auch das Final-Four-Turnier der Damen und Herren um die Deutsche Meisterschaft in Mannheim (23./24. Mai) gestrichen worden. Was das für den Spielbetrieb im Erstliga-Unterhaus bedeutet, darüber möchte HTC-Vorsitzender Andreas Schwarz erst gar nicht spekulieren, „wir wissen ja, dass Informationen und Maßnahmen in diesen Tagen oft nur eine geringe Haltbarkeitsdauer haben.“ Weil die Stadt Neuss alle Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien (6. bis 18. April) geschlossen hat, „persönlich hoffe ich, dass wir uns dann mit dem Gedanken beschäftigen können, unseren Trainings- und Spielbetrieb wieder aufzunehmen“ (Schwarz), hat sich die Zweitliga-Mannschaft des HTC dazu entschieden, die im Home Office nicht voll ausgeschöpfte Energie sinnvoll einzusetzen. „Deswegen bieten wir unseren Mitgliedern sowie deren Freunden und Bekannten Unterstützung beim Einkaufen und Gassi-Gehen oder sonstige Botengänge an“, sagt Kapitän Jan Mausberg stellvertretend für seine Teamkollegen. „Alles was benötigt wird, bringen wir nach Hause und legen es, natürlich kontaktlos, vor die Türe.“

Während Coach Matthias Gräber das in der 2. Liga tätige Personal mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet hat, nimmt sich sein Trainerkollege Oli Stümpel der jüngsten Talente im Verein an. „Wir haben leider nicht die Möglichkeiten, ein professionelles digitales Training anzubieten“, führt er bedauernd aus, verweist aber auf „Albas tägliche Sportstunde“ im Internet. Auf seinem YouTube Kanal bietet der Basketball-Erstligist aus Berlin montags bis freitags immer morgens ab 9 Uhr eine Kita-Sportstunde und am Nachmittag ab 15 Uhr im täglichen Wechsel ein Programm von 20 bis 25 Minuten Länge für Grund- und Oberschüler an und stellt die Sendungen dann zur freien Verfügung ins Netz. „Das ist natürlich kein echter Ersatz für richtiges Training draußen auf dem Kunstrasen, schon gar nicht, wenn im Hochsommer der Sprenger angeht“, weiß Stümpel, hofft jedoch, dass „es hilft, die Zeit zu überbrücken, bis es endlich wieder losgeht. Wir sind genau so ungeduldig und brennen darauf, wieder auf den Platz zu dürfen.“