Hockey: Hockey: HTC SW Neuss fehlt nur noch ein Sieg

Hockey : Hockey: HTC SW Neuss fehlt nur noch ein Sieg

Mit knappen Siegen beim Harvestehuder THC (2:1) und TuS Lichterfelde (5:4) haben die Damen des Hockey-Bundesligisten HTC SW Neuss ihre Bilanz nach den ersten drei Spielen der Abstiegsrunde auf makellose neun Punkte ausgebaut. "Das war ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt", stellte Trainer Simon Starck fest: "Damit müssen wir von den letzten drei Partien nur noch eine gewinnen."

Abstiegskampf pur erlebten die Zuschauer am Samstag an der Barmbeker Straße in Harvestehude, wo nach der 1:2-Niederlage der Gastgeberinnen sogar Tränen flossen. HTHC-Trainer Stephan Platz machte das Schiedsrichtergespann Blasek/Schwarzmeier mitverantwortlich für die zweite Nullnummer in Folge: "Das zweite Tor kriegen wir durch eine Ecke, die in meinen Augen keine war. Schon in Lichterfelde hatte uns eine unglückliche Entscheidung das Genick gebrochen."

In einer vor allem von Taktik geprägten Partie hatte Starck seine Mädels "leicht im Vorteil gesehen". Zudem konnten die Gäste — als die mit Abstand erfolgreichste Mannschaft in die Play-downs gestartet — einmal mehr auf Nationalspielerin Luisa Steindor bauen. Nach gut einer halben Stunde nutzte sie eine Strafecke zum verdienten Führungstreffer. Dass sich seine Schützlinge auch vom ebenfalls per Strafecke erzielten Ausgleich (Fenja Poppe/38.) nicht aus der Bahn werfen ließen, imponierte Starck: "Klasse, wie die Mannschaft da noch einmal Gas gegeben hat." Prompt krönte Katrin Bremer eine Eckenvariante mit dem 2:1 (44.). Der Rest war Kampf, richtig gefährlich wurde es vor beiden Toren danach nicht mehr.

Umso lebhafter ging es am Tag darauf beim 5:4-Erfolg (Halbzeit 2:0) des HTC in Berlin zur Sache: Carolin Keil sowie Theresa Laubenstein (2) hatten die Gäste bis zur 36. Minute mit 3:0 in Front geschossen. Sarah Maß per Strafecke und Stefanie Gorr verkürzten auf 2:3, ehe Luisa Steindor in Unterzahl (Gelbe Karte für Katrin Bremer) eine kurze Ecke zum 4:2 (50.) verwandelte. Als kurz darauf Eva Nacken ebenfalls mit "Gelb" für fünf Minuten auf die Bank musste, schlug der TuS noch mal zurück und glich durch Treffer von Kerstin Holm und Sonja Dittbrenner aus. Vier Minuten vor dem Ende brachte eine Eckenvariante Sarah Sprink in Position. Zunächst konnten die Berlinerinnen retten, doch im Nachschuss setzte die Neusser U18-Nationalspielerin die Kugel zum Siegtreffer in den Winkel. "Ein Sonntagsschuss", sagte ihr Trainer noch unter dem Eindruck von 70 nervenaufreibenden Minuten. "Nach dem 3:0 hatte ich gedacht, jetzt haben wir's, aber die Gelben Karten haben uns aus der Spur gebracht." Ein kurzes Mahl brachte jedoch neue Energie und die Erkenntnis: "Die Mädels sind happy, der Trainer ist happy."

(NGZ)