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Hockey: HTC Schwarz-Weiß Neuss kämpft sich zum 4:3-Sieg in Köln

Hockey : Schwarz-Weiß Neuss kämpft sich zum Sieg in Köln

HTC vermeidet mit dem 4:3-Erfolg beim Angstgegner den Sturz in den Tabellenkeller.

Am Absatz des Tabellenkellers raffte sich Hockey-Zweitligist HTC SW Neuss beim am heimischen Kuhweg extrem fiesen Namensvetter Schwarz-Weiß Köln zu einer außergewöhnlichen Leistung auf und setzte sich mit einem wertvollen 4:3-Erfolg (Halbzeit 1:1) wieder in die obere Tabellenhälfte ab.

Trotzdem war Trainer Matthias Gräber hinterher eher erleichtert als euphorisch. Sein Kurzfazit: „Sieg für uns! Drei Punkte! Haken drunter!“ Bis dahin hatten die Gäste jedoch erwartungsgemäß Schwerstarbeit zu verrichten. Die noch sieglosen Kölner waren durch Roman Seiffert sogar in Führung gegangen. Dass seine Jungs nach Harbir Singhs Treffer mit 1:1 in die Halbzeitpause gingen, fand Gräber „schon ein bisschen schmeichelhaft. Köln hatte viel mehr Kreisszenen als wir.“

Erst mit Beginn der zweiten Hälfte nahmen auch die Neusser aktiv am Spiel teil. Und was war wichtig, mussten sie ab der 36. Minute nach einem Foulspiel von Mario Stümpel doch zehn Minuten in Unterzahl agieren. „Trotzdem waren wir drückend überlegen“, sagte Gräber, dessen Schützlinge mit dem 2:1 von Sebastian Draguhn in der 48. Minute ein furioses Abschlussviertel eröffneten. Leif Scherer glich für die Hausherren aus (50.), Kapitän Jan Mausberg schoss Neuss fast im Gegenzug wieder in Führung und keine 120 Sekunden später schien Harbir Singh den Sieg mit seinem zweiten Tor zum 4:2 schon unter Dach und Fach gebracht zu haben. Indes: Die Domstädter verkürzten durch Bela Mayer auf 3:4 und schickten in den letzten vier Minuten für ihren Torhüter einen zusätzlichen Feldspieler auf den Kunstrasen. Weil es der HTC nicht schaffte, den Ball ins damit leere Gehäuse zu bugsieren, wäre ihnen der Sieg fast noch aus den Händen geglitten. Mit abgelaufener Spielzeit hatte Köln noch eine Strafecke, brachte aber keinen Torschuss mehr zustande. Gräber: „Vom Spielverlauf her geht unser Sieg schon in Ordnung.“