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Hockey: Hamburg-Trip soll beim HTC SW Neuss den Teamgeist fördern

Hockey : Hamburg-Trip kann Teamgeist fördern

Die Spiele in der Hansestadt beim Klipper THC und beim THK Rissen sollen natürlich vor allem Punkte aufs Konto des Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss bringen, aber seine Jungs auch als Mannschaft noch näher zusammenbringen.

Das Hotel Wilhelm Busch im vor den Toren der Hansestadt Hamburg gelegenen Norderstedt ist über die Jahre fast schon zu einer zweiten Heimat für den HTC SW Neuss geworden. Hier machten die Schwarz-Weißen schon Station, als sie 2008 im Final Four unter Trainer Carsten Fischbach gegen den Club an der Alster und den Rüsselsheimer RK um den Titel des Deutschen Hallenmeisters spielten. Und da man an liebgewonnenen Traditionen gerade in diesen unsteten Zeiten durchaus festhalten sollte, dient das nach dem geistigen Vater der Lausbuben Max & Moritz benannte Landgasthaus, dessen Eingang eine Bronzeplastik des berühmten Dichters und Zeichners ziert, dem Hockey-Zweitligisten auch als Quartier für die anstehenden Partien beim Klipper THC am Samstag (15 Uhr, Sportanlage Eckerkamp) und beim THK Rissen am Sonntagmorgen (11 Uhr, Sportanlage am Marschweg).

Für Trainer Matthias Gräber sind die knapp 30 Stunden an der Elbe schon alleine deshalb wichtig, „weil sie so einen Zusammenrückcharakter haben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Hamburg-Wochenenden immer gut fürs Team waren, ganz unabhängig vom Ergebnis. Da haut sich halt jeder noch zehn Prozent mehr rein.“ So geschehen in der vergangenen Saison, als die Neusser beim Restart mit dem blitzsauberen 3:0-Erfolg bei Klipper das Startsignal für eine bärenstarke zweite Serie setzten.

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Einen knappen Monat später gelang auch in Rissen ein überzeugender 4:1-Erfolg. Schöne Erinnerungen, die den Coach indes nicht in Sicherheit wiegen. Seine Vorgabe für den Doppelspieltag: „Vier Punkte wären okay, sechs Punkte wären mega.“ Denn trotz der vier Zähler zum Auftakt richtet sich sein Blick vor allem nach unten: „Im Moment geht es nur ums nackte Überleben. Gewinnst du gegen die, ich sage mal, direkten Konkurrenten, hast du direkt einen Puffer.“

Ähnliches haben freilich auch die Hanseaten im Sinn. Klipper, mit einem 2:1-Sieg bei Schwarz-Weiß Köln und einer 3:5-Heimniederlage gegen Blau-Weiß Köln ordentlich in die Spielzeit gestartet, ist für Gräber so etwas wie ein Buch mit sieben Siegeln: „Wenn die gut drauf sind, können die monster gut sein. Aber wenn du sie direkt mit dem richtigen Stachel triffst, geht oft nichts mehr.“ Anker der Truppe von Trainer Peter Krüger ist der bereits 35-jährige Daniel von Drachenfels. Das ehemalige Mitglied des deutschen A-Kaders war für Alster Hamburg und Harvestehude auch schon im Oberhaus im Einsatz. „Ein Ausnahmespieler“, warnt Gräber. Dreh- und Angelpunkt in Rissener Team ist Philip Weber. Der 33-Jährige ist zudem für die Strafecken verantwortlich – und das stets mit beachtlichem Erfolg. Darüber hinaus besitzt die von Kai Britze trainierte Mannschaft noch eine weitere Qualität. Gräber: „Die spielen ganz einfach unangenehm. Du kriegst gegen Rissen nicht so viele Chancen.“

Ein guter Plan wäre also, seinen eigenen Kasten gut zu verteidigen. Das gelang vor Wochenfrist beim unbefriedigenden 2:2 in Marienburg nur leidlich. Vor allem das Gegentor aus dem Feld sei eine Frechheit gewesen, klagt der Coach. Dass gerade in der Abwehr entscheidende Akteure fehlen, lässt er jedoch nicht als Ausrede gelten: „Alle müssen zeigen, dass sie es verdient haben, auf dem Platz zu stehen.“