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Hockey: Hamburg-Trip bringt HTC SW Neuss die volle Punktzahl ein

Hockey : Hamburg-Trip bringt dem HTC die volle Punktzahl ein

Dem Last-Minute-Sieg am Samstag beim Klipper THC lässt der Zweitligist aus Neuss am Tag drauf einen 4:1-Erfolg beim THK Rissen folgen.

Hamburg ist einfach ein gutes Pflaster für den Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss. Wie schon in der vergangenen Saison kehrten die Schützlinge von Trainer Matthias Gräber von ihrem Trip an die Elbe mit makelloser Bilanz an den Rhein zurück: Am Samstag gab es zum Auftakt einen 3:2-Erfolg (Halbzeit 2:0) beim Klipper THC, am Morgen darauf gewannen die Schwarz-Weißen beim THK Rissen sogar mit 4:1 (2:1).

Ehe die kleine Serie mit jetzt vier ungeschlagenen Spielen in Folge unter Dach und Fach war, hatten sich die Gäste jedoch mächtig ins Zeug legen müssen. Vor allem im ersten Match, das Finn Langheinrich erst 0,9 Sekunden vor Schluss entschied. Diesen Krimi hätten sich die Neusser freilich ersparen können, findet Gräber: „Denn in der ersten Hälfte haben wir richtig, richtig, richtig gut gespielt und hätten auch 4:0 führen können.“ Letztlich reichte es aber nur zu Treffern durch Mathis Schäfer und Samir Khelil. Als indes Peter Kohl die Hanseaten kurz nach Beginn des dritten Viertels auf 1:2 heranbrachte, geschah das, was der Coach bei seiner jungen Mannschaft schön des Öfteren festgestellt hat. „Kriegen wir ein Gegentor, verlieren wir den Faden.“ In dem Bemühen, mit einem weiteren Treffer für Ruhe zu sorgen, wurden seine Jungs kalt erwischt, markierte Daniel von Drachenfels per Strafecke den Ausgleich (48.). Obwohl die Neusser ihrerseits keine der acht Strafecken zu nutzen wussten, durften sie am Ende jubeln – dank der Durchsetzungskraft Langheinrichs sowie der Vorarbeit von Ivo Otto und Mathis Schäfer.

  • Mit seiner jungen Truppe ist der
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  • Helene Stöckmann⇥Foto: CHTC
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  • Die Neusser Gracjan Jarzynski, Abbas Haider
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Auch in Rissen lag Neuss durch Tore von Mathis Schäfer (Siebenmeter/8.) und Krystian Sudol (14.) mit 2:0 vorne – und wieder wurde es nach Philip Webers noch vor der Halbzeitpause per Strafecke erzieltem 1:2 (26.) eng. „Richtig gefährlich war Rissen zwar nicht, hat aber sehr viele Bälle in unseren Kreis geflext“, sagte Gräber, der sich direkt nach der Schlusssirene auf die gut vierstündige Heinmfahrt begab, um an heimischer Jahnstraße die männliche U16 des HTC in der Oberliga-Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft zu coachen. Spannend blieb es bis zur 57. Minute, dann endlich verwertete Sudol eine der zahlreichen Großchancen zum 3:1. Gräber: „Danach war Rissen stehend k.o. und wir hätten noch weitere Tore machen können.“ Aufnahme in den Spielbericht fand jedoch nur der Schuss von Gracjan Jarzynski zum 4:1-Endstand (59.). Das klare Ergebnis wollte der Trainer richtig eingeordnet wissen: „Unser Sieg ist verdient, keine Frage, ist aber deutlicher ausgefallen als es der Spielverlauf hergibt.“

In der Tabelle ist der HTC jetzt punktgleich mit Großflottbek Dritter, zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Crefelder HTC.