Hockey-Bundesliga HTC muss als Team zusammenwachsen

Neuss · Im letzten Testspiel auf die Bundesliga-Saison unterliegt der HTC SW Neuss in heimischer Stadionhalle dem Gladbacher HTC nach 6:0-Führung noch mit 9:10.

Freuen sich mit Neuss auf die Hallensaison: (v.l.) Vitali Shevchuk, Trainer Matthias Gräber und Maximiliano Valdes.

Freuen sich mit Neuss auf die Hallensaison: (v.l.) Vitali Shevchuk, Trainer Matthias Gräber und Maximiliano Valdes.

Foto: Andreas Woitschützke

Die Vorbereitung auf die Hallenhockey-Saison ist durch, am Dienstag unterlag der Bundesligist HTC SW Neuss im letzten Testspiel dem Gladbacher HTC mit 9:10. Dabei brachten die Hausherren das Kunststück fertig, ab der 29. Minuten eine 6:0-Führung zu verspielen. „In der zweiten Hälfte sind wir wieder in alte Raster verfallen“, bemängelte Trainer Matthias Gräber: „Zu viel alleine gezockt, Chancen vorne nicht genutzt und hinten zu einfache Tor kassiert.“

Die nackten Ergebnisse interessieren ihn freilich nicht die Bohne. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in der Vorbereitung mal alles weggehauen hätten“, sagt er. Das galt genauso auch für das gemeinsame Wochenende in Niedersachsen. Als Gast des Nord-Erstligisten DTV Hannover feierte Schwarz-Weiß zunächst einen 7:4-Erfolg. Ein schwerer Gang in einer Halle, „die nicht viel größer als ein Puppenhaus war“, stellte der Coach leicht irritiert fest. „Bei uns sind es 15 Schritte von der Mittellinie bis zum Kreisrand, hier waren es nur sieben. Die Halle ist bestimmt acht Meter kürzer als unsere.“

Nur drei Stunden später stand das zweite Duell an. Dem drückte Gräber nach der 0:10-Pleite allerdings den Stempel „Katastrophe“ auf: „Ich habe ein bisschen was ausprobiert. Aber du hast schon gemerkt, dass einige halt noch sehr grün hinter den Ohren sind.“ Wichtiger als die nackten Zahlen war ihm indes das Gemeinschaftserlebnis: „Die Jungs sollten mal zusammen rumhängen, sich beim Abendessen im Hotel kennenlernen.“

Am Tag darauf ging auch das Spiel beim dem HTC freundschaftlich verbundenen Zweitligisten DHC Hannover mit 5:6 verloren. Diesmal jedoch zeigte sich der Coach mit der Vorstellung seiner Truppe grundsätzlich einverstanden. „Das war ein gutes Spiel von uns. Wir haben zweimal die Latte und dreimal den Pfosten getroffen, der Ball wollte einfach nicht rein.“ Dass auch der letzte Vergleich in Hannover gegen den DSD Düsseldorf mit einer Niederlage endete (3:6), grämte ihn nicht wirklich. Zum einen wollte er gegen den Ligarivalen, am Sonntag in der Meisterschaft zu Gast in der Stadionhalle, nicht alle Karten aufdecken, zum anderen wechselte er munter durch. „Ich wollte noch mal gucken, wer passt zu wem, welcher Block passt am besten zusammen. Darum war mir das Ergebnis fast schon egal.“

Eine Erkenntnis nahm er aus den vier Partien in Hannover auf jeden Fall mit nach Hause: „Unser Hauptthema in dieser Saison wird ganz sicher die Defensive sein. Nach vorne hin gibt es genug Jungs, die richtig Bock haben.“                         

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