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Jüchen: Hochneukircher feiern ihr Schützenfest

Jüchen : Hochneukircher feiern ihr Schützenfest

Die Hochneukircher Schützen erwarteten in diesem Jahr gleich mehrere Besonderheiten: Nicht nur, dass der Heimatverein das jüngste Königspaar seiner Geschichte stellt, auch die Festabläufe sind anders als gewohnt: In den vergangenen Jahren organisierte der Heimatverein zu Pfingsten und im Spätsommer gleich zwei große Feste. Vor zwei Jahren kam zum ersten Mal die Überlegung auf, dass Hauptschützenfest auf Pfingsten zu verlegen und dieses durch eine Spätkirmes im September zu ergänzen.

Die beiden großen Veranstaltungen waren für den Heimatverein schwer zu schultern. Hinzu kam, dass der Zuspruch nachließ — "das ist nur natürlich, bei so viel Angebot", sagt Präsident Gerd Bandemer. Nach reiflicher Überlegung wurde unter den Mitgliedern abgestimmt. Die Mehrheit entschied sich für die Verlegung des Hauptfestes. "Natürlich gab es einige Bedenkenträger", erinnert sich Bandemer, "aber die letzten Zweifel sind in den vorangegangenen Tagen ausgeräumt worden."

Kein Wunder: Während des Krönungs- und des Regimentsballs am Freitag- und Samstagabend herrschte ausgelassene Stimmung. "Die Euphorie war beinahe zum Anfassen", freut sich Bandemer, der mit soviel Resonanz anfangs nicht gerechnet hatte: "Der Platz im Zelt reichte beinahe nicht aus."

Der frisch gekrönte Schützenkönig Benedikt Obst ist zufrieden. Der 23-Jährige ist seit zweieinhalb Jahren Vizepräsident des Heimatvereins. Wann er genau dem Schützenverein beitrat, kann er jedoch nicht sagen: "Ich war von klein auf immer dabei", erzählt Obst, dessen Vater bereits als Schützenkönig in die Vereinsgeschichte eingegangen ist. Bandemer ist stolz auf den jungen König, war es doch anfänglich schwer, überhaupt einen Anwärter zu finden: "Mit der Wahl für einen so jungen Schützenkönig wollten wir zeigen, dass kein Vermögen ausgegeben werden muss." Nachdem der Vorstand des Heimatvereins seine Unterstützung zugesagt hatte und die Festivitäten in diesem Jahr bislang so erfolgreich verliefen, fanden sich bereits für die nächsten fünf Jahre Anwärter um die Königswürde. Die Organisation und Planung für das kommende Regimentsjahr liegt also nicht allein in der Verantwortung des jungen Königspaares: Als Residenz wird etwa das Schützenhaus an der Mühlenstraße zur Verfügung gestellt.

(NGZ)