Lokalsport: Hinspiel gegen Kaarst ist für Holzheimer SG der Wendepunkt

Lokalsport : Hinspiel gegen Kaarst ist für Holzheimer SG der Wendepunkt

Bezirksliga: Vor dem Liga-Topspiel am Mittwoch muss HSG die Aufgabe am Kaarster See lösen. Der TuS erwartet Giesenkirchen.

Der 29. Spieltag der Fußball-Bezirksliga ist der letzte, bevor am Mittwoch das Spiel der Spiele zwischen Tabellenführer St. Tönis (gewann am Mittwoch 5:0 gegen Rheydt) und Verfolger Holzheim ansteht. Ganz andere Sorgen haben der TuS Grevenbroich und der FC Zons im Abstiegskampf ihrer beiden Gruppen.

Gruppe 4: SG Kaarst - Holzheimer SG. Was auch immer Guido van Schewick seiner Mannschaft in der Halbzeitpause des Hinspiels mit auf den Weg gegeben hat - die Kabinenansprache des Holzheimer Trainers könnte schon in wenigen Wochen als eine der wichtigsten der Vereinsgeschichte gelten. Denn die zu diesem Zeitpunkt achtmal in Folge ungeschlagenen Kaarster führten damals mit 2:0 und waren nach einer Roten Karte gegen die HSG in Überzahl, ehe die Gastgeber aus der Kabine kamen und sich mit purer Willenskraft ein 2:2 erkämpften. "Das war im Nachhinein betrachtet wirklich der Wendepunkt für uns", findet van Schewick, dessen Elf seitdem 14 von 15 Spielen gewonnen hat. Vor dem Aufstiegs-Topspiel ist der Auftrag angesichts von drei Punkten Rückstand auf St. Tönis klar: "Wir müssen in Kaarst drei Punkte holen, damit das Spiel am Mittwoch spannend wird."

TuS Grevenbroich - DJK Giesenkirchen. Ein Blick auf die Heimtabelle offenbart ein trauriges Bild: Nur elf Punkte hat der TuS im Schlossstadion beziehungsweise am Ausweichspielort Gustorf eingefahren, der letzte Heimsieg datiert vom 1. Oktober (1:0 gegen Willich). Damit sind die Grevenbroicher das heimschwächste Team der Liga. Eine Statistik, die Trainer Lars Faßbender zwar kennt, aber nicht interessiert: "Jetzt geht es langsam in die heiße Phase. Wir haben uns am Dienstag mit der Mannschaft zusammengesetzt und eingeschworen, denn wir wollen auch nächstes Jahr in der Bezirksliga spielen." Bei nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz braucht der TuS dazu dringend Punkte - gerade zu Hause.

SSV Grefrath - SV Bedburdyck/Gierath. Der 2:1-Sieg gegen Mennrath war für Bedburdyck elementar wichtig. In Grefrath, das drei Spiele in Serie verloren hat, kann die auch personell wieder erstarkte SV-Truppe den nächsten Schritt zum Ligaverbleib machen.

SSV Strümp - DJK Gnadental. Als nun Tabellensiebter kann die DJK ihren Blick endlich nach vorne richten. Ambitioniertes Saisonziel ist nun Rang sechs. "So gut war Gnadental in der Bezirksliga noch nie", weiß der zum Saisonende als sportliche Leiter zum SC Kapellen wechselnde Coach Jörg Ferber. Abgeschlossen hat er mit der DJK deswegen aber noch lange nicht, denn am neuen Team baut er so gut mit, wie er kann: "Mir ist es wichtig, meinem Nachfolger einen guten, fertigen Kader übergeben zu können."

Gruppe 1: FC Zons - 1. Spvg. Solingen-Wald. Sechs Spiele bleiben Zons, um an Büderich oder Kalkum vorbei- und vom Relegationsplatz herunterzukommen oder diesen Platz zumindest gegen den TSV Aufderhöhe zu verteidigen. "Der Druck wird von Spiel zu Spiel größer, das merkt man im Training", berichtet Trainer Björn Haas, der vorrechnet: "Wir brauchen noch mindestens zehn Punkte, um nicht abzusteigen. Das ist jetzt purer Abstiegskampf."

SG Benrath-Hassels - TSV Bayer Dormagen. Hassels ist abgeschlagenes Schlusslicht und wartet seit 15 Ligaspielen auf einen Sieg - in dieser Zeit gab es nur einen Punkt für die SG. Dormagen steht also vor einem Spiel, das man nur als klare Pflichtaufgabe werten kann.

SV Uedesheim - Schwarz-Weiß Düsseldorf. Bei den Uedesheimern ist die Luft nach vier Niederlagen in Folge offenbar raus. In Düsseldorf und Reusrath warten nun zwei weitere Hochkaräter - wobei Schwarz-Weiß seine Aufstiegshoffnung bei vier sieglosen Partien am Stück wohl begraben muss.

(cpas)
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