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Korschenbroich: Hilfe für Glehner Sorgenkinder

Korschenbroich : Hilfe für Glehner Sorgenkinder

Seit 40 Jahren unterstützt die St.-Sebastianus-Bruderschaft behinderte Menschen mit der Spendenaktion "Glehner Sorgenkinder". Bei der Adventfeier im Gemeindezentrum bewiesen viele Glehner jetzt wieder ihre Hilfsbereitschaft.

Als Wim Toelke und der aus der Feder von Loriot stammende "Wum" im Fernsehen für die Aktion "Sorgenkind" warben, beschlossen die Glehner St. Sebastianer, Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung in ihrem Dorf zu helfen. Das ist jetzt 40 Jahre her — und die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor sehr groß. Paul van de Weyer, seit Anfang des Jahres Brudermeister der St.-Sebastianus-Bruderschaft Glehn, konnte mit der Resonanz bei der Adventfeier am Sonntag im Gemeindezentrum St. Pankratius zufrieden sein.

Viele Glehner hatten für die Besucher 50 Kuchen gebacken. Andreas Hompesch, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenchores von Steinforth-Rubbelrath, hatte seine Sangesbrüder mitgebracht. Sie trugen auf der Bühne Lieder vor — und aßen selbst kräftig, damit aus den Verkaufserlösen die Hilfeempfänger bestmöglich unterstützt werden. Auch die große Tombola diente als Einnahmequelle für die Hilfe für behinderte Menschen. Viele von ihnen werden schon seit vielen Jahren durch die Initiative der Bruderschaft unterstützt. Die Hilfe wird dringender als je zuvor benötigt, nicht zuletzt deshalb, weil der finanzielle Spielraum vieler Betroffenen immer geringer wird.

Mit dem dreistelligen Euro-Betrag, den jeder der rund 20 Nutznießer noch vor Weihnachten bekommt, können sie sich persönliche Wünsche wie einen behindertengerechten Kurzurlaub erfüllen.

Willi Lipgens (75) und Ehrenbrudermeister Heinz Schiffer (77) erinnerten sich an die Anfänge: "In der Wohnstube des damaligen Brudermeisters Matthias Esser auf dem Kempener Weg ist die Idee entstanden." Man wollte, angeregt durch die "Aktion Sorgenkind", Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung helfen — nicht irgendwo im Lande, sondern in Glehn. "Im Jahr kommen aus Aktionen, Sammlungen und Spenden rund 10 000 Euro zusammen", sagte Kassierer Uwe Kames. "Wie die Bruderschaft sich engagiert, ist schon toll", lobte Pfarrer Michael Tewes. Die jährliche Advent-Aktion ist längst eine Generationen-übergreifende Veranstaltung, bei der man dabei sein muss — kein Wunder, dass zu den Gästen Bürgermeister Heinz Josef Dick, CDU-Ortsverbandsvorsitzende Renate Erhart, Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling und Schützenkönig Karl-Josef Kluth gehörten.

(NGZ)