Vorzüge der modernen Technik für die Landwirtschaft: High-Tech bei der Rübenernte

Vorzüge der modernen Technik für die Landwirtschaft : High-Tech bei der Rübenernte

Schloss Liedberg streckt sich stolz gen Himmel und unten arbeiten die Bauern auf ihren Feldern - eine Szene, wie sie auch schon vor Jahrhunderten hätte beobachtet werden können, wenn, ja wenn da nicht die "Lademaus" gewesen wäre: "High-Tech hat Einzug in die Landwirtschaft erhalten", bemerkte Bundestagsabgeordneter Willy Wimmer am Dienstag bei einer Besichtigung des hochmodernen Rüben-Verladegerätes auf einem Feld am Fuße des Schlosses. Rübenernte: Landwirt Andreas Hoppe, Geschäftsführer der Transportgemeinschaft Meerbusch, erklärt dem Korschenbroicher CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ansgar Heveling, dem Meerbuscher CDU-Chef Lutz Lienenkämper, und dem Bundestagsabgeordneten Willy Wimmer (von links) in Liedberg die Vorzüge der "Lademaus". NGZ-Foto: L. Berns

Schloss Liedberg streckt sich stolz gen Himmel und unten arbeiten die Bauern auf ihren Feldern - eine Szene, wie sie auch schon vor Jahrhunderten hätte beobachtet werden können, wenn, ja wenn da nicht die "Lademaus" gewesen wäre: "High-Tech hat Einzug in die Landwirtschaft erhalten", bemerkte Bundestagsabgeordneter Willy Wimmer am Dienstag bei einer Besichtigung des hochmodernen Rüben-Verladegerätes auf einem Feld am Fuße des Schlosses. Rübenernte: Landwirt Andreas Hoppe, Geschäftsführer der Transportgemeinschaft Meerbusch, erklärt dem Korschenbroicher CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ansgar Heveling, dem Meerbuscher CDU-Chef Lutz Lienenkämper, und dem Bundestagsabgeordneten Willy Wimmer (von links) in Liedberg die Vorzüge der "Lademaus". NGZ-Foto: L. Berns

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Meerbuscher CDU, Lutz Lienenkämper und Ansgar Heveling, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, wollte sich Willy Wimmer vor Ort von der Bedeutung dieser computergesteuerten Maschine für die örtliche Landwirtschaft überzeugen. Andreas Hoppe, Geschäftsführer der Transportgemeinschaft Meerbusch erklärte die Funktion des 550.000 Mark teueren Gerätes: "Hintergrund des ganzen ist, dass die Zuckerfabrik die lose Erde auf den Feldern lassen möchte."

Die "Lademaus" ist ein Fahrzeug, das einen Rübenhaufen aufsammeln, abrubbeln und in einen bereitstehenden Schlepper verfüllen kann. Rollen greifen die am Boden liegenden Rüben und ein Band transportiert sie weiter nach oben. Bei dem Prozess wird die Erde förmlich abgerubbelt und übrig bleiben fabrikgerechte Ackerfrüchte. "In sechs bis acht Minuten beladen wir einen Schlepper. Das entspricht rund 25 Tonnen Ladung." Insgesamt 200 Bauern haben sich in der Transportgemeinschaft zusammengeschlossen, denn so ein Gerät rechnet sich nur, wenn es auch ausgelastet ist. "Die Arbeitseffektivität ist so für alle größer", erläuterte Hoppe. Die "Lademaus" ist jedoch nur ein Teil einer breiteren Kooperation der Landwirte.

"Die Zuckerfabriken möchten jetzt just in time beliefert werden - also, dann, wenn sie die Rüben brauchen", so Kreislandwirt Wolfgang Wappenschmidt. Dadurch sei das Lagerrisiko von den Zuckerfabriken auf die Landwirte übergegangen - die Rüben liegen oft lange auf den Feldern, bis sie eingesammelt werden. Um die gleichmäßige Belieferung der Fabriken zu gewährleisten, wurde die Transportlogistik in einer Hand zusammen gefasst. Im Sommer teilen die Landwirte Andreas Hoppe mit, wieviel Rüben wann auf welcher Parzelle liegen werden. Sie müssen die Rüben dann termingerecht roden und in Haufen bereitlegen, die dann von der "Lademaus" eingesammelt werden und mit Lastwagen, die ebenfalls von mehreren Landwirten gemeinschaftlich betrieben und abtransportiert werden.

Abgerechnet wird computergesteuert. Überhaupt habe die Technik viel verändert: "Wenn an der Lademaschine etwas zu reparieren ist, brauchen wir einen Experten mit Laptop", erklärt Hoppe. Und noch etwas hat sich geändert, um konkurrenzfähig zu bleiben, haben sich die sonst so individualistischen Landwirte zusammenschließen müssen. "Ich sehe da schon eine Entwicklung", so Hoppe. Und Willy Wimmer lobt: "Sie tragen dazu bei, dass unsere Landwirtschaft konkurrenzfähig bleibt." vado

(NGZ)
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