Korschenbroich: Heveling will in Berlin bleiben

Korschenbroich : Heveling will in Berlin bleiben

In einem Jahr wird ein neuer Bundestag gewählt. Vor Ort werden bereits jetzt die Weichen für eine erneute Kandidatur von Ansgar Heveling gestellt. 200 Delegierte entscheiden im November.

Der Korschenbroicher Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling nutzt derzeit die Sitzungspause in Berlin für Besuche in seinem Wahlkreis. Die Termine in Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und in Teilen von Krefeld häufen sich. Ebenso die Frage: "Und wie geht's nun weiter, Herr Heveling ?" Darauf reagiert der 40-Jährige gelassen. Seine erneute Kandidatur scheint unstrittig.

Dass er wieder nach Berlin will, daraus macht Ansgar Heveling nach drei Jahren Bundestag kein Geheimnis: "Ich habe meine Bereitschaft bereits in den beiden CDU-Kreisvorständen erklärt." Und die haben schon entsprechend reagiert. Der 40-Jährige wurde von beiden Vorständen einstimmig vorgeschlagen. Am 15. November entscheiden dann 200 Delegierte über seine Nominierung im Wahlkreis 110 (Krefeld/Neuss II — mit den Städten Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und der Gemeinde Jüchen). Getagt wird im Kleinenbroicher Realschulforum.

Stadtverband bestimmt Delegierte

Gut 50 Delegierte kommen aus Korschenbroich. Sie werden bereits am 18. September um 19.30 Uhr für die November-Sitzung bestimmt. Die Einladung für die Versammlung des CDU-Stadtverbandes bereitet Heveling zurzeit in seiner Funktion als Stadtverbands-Chef vor: "Die Tagesordnung steht, ich muss nur noch abklären, wo wir tagen werden."

Heveling blickt zunächst auf 2013, wohl wissend, dass 2014 die Kommunalwahlen folgen und 2015 der Bürgermeister zur Wahl steht. Als Nachfolger von Korschenbroichs Verwaltungschef Heinz Josef Dick sieht sich der 40-Jährige nicht. Heveling schließt nicht aus, dass Dick erneut antreten wird: "Wir haben noch nicht darüber gesprochen." Hevelings Entscheidung für die Bundespolitik ist hingegen mit seiner Wahl in den Bundestag im September 2009 gefallen.

"Mein Herz schlägt für beide Städte", lautet dann auch das Bekenntnis des CDU-Abgeordneten. Wie sehr Ansgar Heveling mit seiner Heimatstadt und dem Brauchtum verbunden ist, zeigt auch seine Begeisterung für "Unges Pengste": "Ich wollte zuerst wirklich im Oktober auf den Königsvogel schießen." Heveling, der im Grenadierzug "Alt Engbrück" mit marschiert, hatte sich ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt.

Nach "mehreren schlaflosen Nächten" entschied er sich allerdings dagegen: "Ich wollte das Königsjahr und den Bundestagswahlkampf nicht miteinander verquicken." Und noch eines hielt Heveling davon ab, im Jubiläumsjahr seines Grenadierzuges für die St.-Sebastianus-Bruderschaft das Königssilber durch Korschenbroichs Straßen zu tragen: "Ich habe vor Pfingsten Sitzungswoche und könnte erst am Freitagabend aus Berlin anreisen."

(NGZ/rl)
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