Beim Skaterhockey in Kaarst Zuschauer bricht zusammen, Eagles-Spiel abgesagt

Kaarst · Noch vor dem Match des Skaterhockey-Bundesligisten aus Kaarst musste ein Mensch wiederbelebt werden. Gleich mehrere Menschen griffen beherzt ein und wurden zu Lebensrettern.

Patrick Petau leistete in der Stadtparkhalle Erste Hilfe.

Patrick Petau leistete in der Stadtparkhalle Erste Hilfe.

Foto: Crash Eagles

Kurz vor Beginn der Partie in der Skaterhockey-Bundesliga zwischen den Crash Eagles Kaarst und Duisburg Ducks herrschte helle Aufregung in der Stadtparkhalle, weil ein Vereinsmitglied der Crash Eagles auf der Tribüne zusammengebrochen war. Er erlitt einen Herzinfarkt. Auch dank des schnellen Eingreifens mehrerer Ersthelfer bis zum Eintreffen des Notarztes konnte das Leben des Mannes gerettet werden.

Entwarnung kam schon am Samstagabend. „Gott sei Dank befindet er sich mittlerweile auf dem Wege der Besserung und daher gilt unser großer Dank den Helfern für das beherzte Eingreifen“, so Eagles-Vorsitzender Georg Otten. Die Mannschaften hatten sich warmgemacht und waren in den Kabinen, als sie die Nachricht von dem medizinischen Notfall erreichte. CEK-Spieler Patrick Petau wechselte sich mit einem anwesenden Feuerwehrmann bei der Herzmassage ab und auch Ducks Kapitän Paul Fiedler sowie Felix Wuschech leisteten wichtige Hilfe bis der Notarzt eintraf. In Matthias Wolff war ein Arzt vor Ort, der die Helfer unterstützte. Auch der in der Stadtparkhalle vorhandene Defibrillator kam zum Einsatz. Beide Mannschaften entschieden gemeinsam, dass ein Spiel unter diesen Umständen nicht möglich sei und einigten sich auf eine Neuansetzung. Ein Termin wird noch bekanntgegeben.

Positiv lief die Aktion der Crash Eagles mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Wochenende. Viele Menschen, die sich in der Halle aufhielten, ließen sich registrieren und stehen künftig als potenzielle Spender für Blutkrebspatienten zur Verfügung. Zusätzlich wurden alle Einnahmen aus dem Würstchen und Salatverkauf an die DKMS gespendet.