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Jüchen: Heilpraktikerin bietet Hilfe für das Haustier

Jüchen : Heilpraktikerin bietet Hilfe für das Haustier

Verena Ibach ist Tierheilpraktikerin. Ihre Patienten sind aber selten Menschen – sie sind kranke Tiere, die mit Naturheilkundemitteln behandelt werden.

Verena Ibach ist Tierheilpraktikerin. Ihre Patienten sind aber selten Menschen — sie sind kranke Tiere, die mit Naturheilkundemitteln behandelt werden.

Kein Job im Büro, nicht im Verkauf und sogar die Idee, Kfz-Mechanikerin zu werden, hat Verena Ibach schnell verworfen — für ihren Traum: eine Tierheilpraxis. Dafür drückte die 25-Jährige insgesamt sechs Jahre die Schulbank. Heute ist sie nicht nur zertifizierte Tierheilpraktikerin, sondern auch tiermedizinische Fachangestellte und Physiotherapeutin für Kleintiere. Bei so viel Engagement ist es nicht verwunderlich, dass sie sagt: "Ein Leben ohne Tiere kann ich mir nicht vorstellen. Ich wollte schon immer mit ihnen arbeiten." Tiermedizin zu studieren kam aber nicht in Frage, denn die Homöopathie entspreche mehr ihrem Denken.

Gemeinsam mit ihrem Freund Frederick Bronneberg (26), der Golden Retriever Hündin Emma, dem Jack Russel Mix Jonny und Kater Ninja lebt sie seit einiger Zeit in Hoppers, wo sie mit viel handwerklichem Geschick und Schweiß die Wohnung nach ihren Bedürfnissen renoviert und gestaltet hat. In den nächsten Monaten sind die Praxisräume an der Reihe. "Dann werde ich zwar immer noch mobil sein und zu meinen Patienten fahren — aber sie können auch Termine in der Praxis vereinbaren", sagt sie.

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"Ich kann mit Tieren eine Verbindung aufbauen"

Ihre Patienten — das sind oft kranke Tiere, die unterstützend mit der Naturheilkunde behandelt werden oder aber mit der Schulmedizin austherapierte Tiere. Täglich aufs Neue freut sich die junge Frau, ihr Hobby zum Beruf gemacht zu haben: "Tiere faszinieren mich. Ich komme gut mit ihnen zurecht", sagt Verena Ibach.

Wie gut sie sich mit ihnen versteht, zeigt sie, wenn sie mit ihnen kommuniziert. "Man muss schon esoterisch interessiert sein, um das zu glauben: Aber ich kann tatsächlich mit den Tieren eine Verbindung aufbauen und mit ihnen quasi sprechen." Tierkommunikation sei nichts anderes als Telepathie zwischen Mensch und Tier. "Diese Fähigkeit hat jedes Lebewesen von Geburt an. Leider geht diese Gabe mit zunehmendem Alter immer mehr verloren, weil sie oft nicht benötigt oder trainiert wird." Tierhalter, die mit ihrem Tier kommunizieren möchten, können bei Verena Ibach lernen, wie das geht. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf der Homöopathie. In Kursen an der Volkshochschule Grevenbroich gibt sie den Teilnehmern Tipps an die Hand, was sie etwa in einem Notfall selbst für ihr Haustier tun können. "Die Tiere dürfen auch mit zu den Seminaren kommen, denn es ist mir wichtig, dass die Teilnehmer lernen, bei ihrem eigenen Tier zum Beispiel den Puls zu fühlen."

Wer Verena Ibach ruft, hat allerdings einen Notfall zu Hause, dem er nicht selbst gewachsen ist: "Die große Kunst der alternativen Heilkunde ist das richtige Mittel im richtigen Moment passend für Patient und Erkrankung zu finden", sagt die Tierheilpraktikerin. Schließlich ist ein Schnupfen nicht gleich Schnupfen und eine Wirkung nicht gleich Wirkung — das Gesamtbild muss stimmen. Erst durch Differenzierung wird das richtige Mittel aus rund 5000 verschiedenen herausgesucht.

Die größte Klientel ihrer Patienten sind Heimtiere wie Hunde und Katzen. Ihr Herz schlägt für die klassischen Haustiere, von denen sie schon etliche aufgepeppelt und vor dem Schlimmsten bewahrt hat. "Das schönste Gefühl ist es, wenn ich helfen konnte und sehe, dass es dem Patienten bessergeht."

(NGZ/url)