Jüchen: Haus Katz wird umgebaut

Jüchen: Haus Katz wird umgebaut

Rund 150 000 Euro investiert die Gemeinde zurzeit in "Haus Katz". Mit einem neuen Aufzug und neuen Toiletten soll das denkmalgeschützte Gebäude behindertengerecht werden. Bis Dezember soll der Umbau fertig sein.

Nach Ostern ist es soweit: Dann werden die ersten Aufträge für den behindertengerechten Umbau von Haus Katz vergeben. Rund 150 000 Euro investiert die Gemeinde Jüchen. "Zurzeit läuft noch das Ausschreibungsverfahren, aber wir haben bereits erste Angebote für unterschiedliche Gewerke erhalten", erläutert Technischer Dezernent Oswald Duda. Der Zeitplan ist eng, aber nicht unmöglich: "Wir werden rund vier bis fünf Monate für die Maßnahme benötigen." Das Ziel ist klar: Die Ratssitzung im Dezember soll wieder hinter den dicken, gelben Mauern von Haus Katz stattfinden können.

In "gute Stube" investieren

Zum Hintergrund: "Haus Katz" ist die gute Stube der Gemeinde. Über eine Rampe können es Behinderte zwar erreichen, aber danach wird es schwierig: ein Aufzug fehlt bisher ebenso wie eine behindertengerechte Toilette.

In "Haus Katz" trifft der Gemeinderat seine Entscheidungen, hier werden Eheringe getauscht, hier werden Bilder ausgestellt, hier finden kulturelle Veranstaltungen wie der Mundart-Abend statt. "Ziel des Umbaus ist es, dieses Gebäude für möglichst viele Menschen einfach zugänglich zu machen", erläutert Oswald Duda. Neben Rollstuhlfahrern gehören dazu auch Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen.

  • Jüchen : Behinderten-Aufzug für Haus Katz

Besondere Herausforderung: Denkmalschutz und die modernen Anforderungen wie Aufzüge, Rampen oder behindertengerechte Toiletten unter einen Hut zu bringen. Nachdem die Bauaufsicht des Rhein-Kreises Neuss den Umbauplänen zugestimmt hat, kann die Gemeinde diese nun Schritt für Schritt ausführen. Rund 150 000 Euro wird es kosten, den Sitzungssaal im ersten Geschoss und den Ausstellungsraum im Erdgeschoss herzurichten.

Der klassische Lift mit Schacht wird nur um Erdgeschoss zu finden sein. Wegen der hölzernen Treppe, die ins Obergeschoss führt, musste im Saal eine andere Lösung gefunden werden. Hier hat man sich für eine Stahl-Glas-Konstruktion entschieden. "Dies gehörte zu den Auflagen des Denkmalschutzes", erläutert Wolfgang Klasen, Mitarbeiter der technischen Dienste. Die Tür des Lifts soll derart angeordnet sein, dass Rollstuhlfahrer ihn ohne raumfüllende Drehung verlassen können. Geplant ist, zunächst die sanitären Anlagen komplett zu sanieren und im Erdgeschoss Behinderten-WCs einzurichten.

Andere barrierefreie Umbaupläne gibt es laut Duda nicht – die Verwaltung nutze keine weiteren denkmalgeschützten Gebäude. Und das Rathaus erfüllt als ehemaliges Seniorenheim die Anforderungen.

(NGZ)
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