Korschenbroich : Hauptstraße wird umgebaut

Die Hauptstraße in Glehn wird auf 1,2 Kilometer Länge umgebaut. Damit soll die Sicherheit von Radfahrern und Behinderten verbessert werden. Anfang 2011 wird es dazu eine Bürgerversammlung geben.

Im Straßenbauprogramm des Rhein-Kreises Neuss hat der Umbau der Kreisstraße 8 — sprich der Glehner Hauptstraße — seit Jahren einen "Stammplatz": Immer wieder musste das Projekt verschoben werden, kommendes Jahr soll es allerdings so weit sein. Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner schätzt, dass die Bauarbeiten im Mai 2011 begonnen werden und gut drei Monate andauern können.

Während er dem Bauausschuss jetzt die Planung des Kreises vorstellte, sollen die Glehner Anfang 2011 — voraussichtlich noch im Januar — über den Umbau der Hauptstraße informiert werden. Insbesondere Verbesserungen für Radfahrer soll es geben, zudem sollen auch die Haltebuchten für den Busverkehr behindertengerecht gestaltet werden. Ausgebaut wird demnach ein 1,2 Kilometer langer Teil der Hauptstraße, der "Am Hagelkreuz" beginnt und hinter der Heidestraße in Richtung der Landstraße 361 endet. Die Radler, die sich schon bisher über Fahrradwege entlang der K 8 freuen konnten, erwartet nun der Netzschluss: Nicht zuletzt für den Schülerverkehr soll es künftig deutlich weniger heikle Stellen im Straßenverlauf geben.

Möglich machen soll dies ein durchgängiger Schutzstreifen in einer Breite von 1,25 Metern. Unterbrochen werden soll er laut Christoph Herchner nur durch Querungshilfen, Bushaltestellen und den Kreisverkehr an der K 4.

Ein weiteres Ziel: Die innerörtliche Geschwindigkeit soll durch gezielte Maßnahmen gedrosselt werden: "Eine zusätzliche kurze, neue Linksabbiegespur" ist Herchner zufolge im Bereich der Einmündung von Hauptstraße und Hagelkreuz vorgesehen. Für Fußgänger bestimmt ist eine Querungshilfe. Der Schutzstreifen aus Richtung Lüttenglehn wird der Planung zufolge in diesem Einmündungsbereich enden: Radfahrer, die aus Richtung der Elisabethstraße kommen, werden auf einem neu angelegten Radweg umgeleitet, der sich anschließend wieder auf den Schutzstreifen der Hauptstraße einfädelt.

Zwischen dem geplanten Radweg und der Einmündung soll eine "multifunktionale Fläche entstehen, die von Fußgänger oder auch von Autofahrern — dann zum Parken — genutzt werden kann". Zudem wird es weitere fünf Querungshilfen geben — und zwar zwischen der Glehner Pfarrkirche St. Pankratius und dem Kindergarten ebenso wie zwischen der Hauptstraße und dem Schwohenend, vor der Kreuzung zur Bachstraße, in der Einmündung zur Joenstraße sowie an der Heidestraße. Mit Behinderungen für den Autoverkehr ist — laut Christoph Herchner — natürlich zu rechnen: "Über weitere Details werden die Glehner Anfang kommenden Jahres bei der Bürgerversammlung informiert." Ort und Zeitrahmen stehen noch nicht fest.

(NGZ)